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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayAktualisiert am 03.07.2026 - 05:00 UhrLesedauer: 4 Min.

Was ist 250 Jahre nach der Gründung aus dem amerikanischen Traum geworden? (Archivbild) (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa/dpa-tmn/dpa-bilder)
Vom Tellerwäscher zu Millionär, gleiche Rechte und Chancen für alle? 250 Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung scheinen vielen die einstigen Versprechen der USA unerreichbar.
Amerikanischer Traum: Was bedeutet das überhaupt? Und wie ist es um diese Vision bestellt? Fragt man US-Amerikanerinnen und -Amerikaner danach, fallen ihre Antworten sehr unterschiedlich aus – selbst im begrenzten Radius eines kleinen Parks in Philadelphia.
Nur wenige Meter von der Grünanlage entfernt geschah vor 250 Jahren Historisches: Abgesandte der 13 amerikanischen Kolonien nahmen am 4. Juli 1776 offiziell eine Erklärung an, mit der sie sich als Vereinigte Staaten von Amerika von Großbritannien lösten. Es war die Geburtsstunde der USA.
"Der konstante Glaube an Hoffnung" versus "Albtraum"
250 Jahre später bringt Aaron aus Philadelphia den Traum, den er mit seinem Land verbindet, auf eine schlichte Formel: "der konstante Glaube an Hoffnung". "Der Traum mag nicht für jeden derselbe sein, aber jeden Tag wachst du mit der Chance auf, daran zu arbeiten, dass er wahr wird."
Ein paar Parkbänke weiter sind Adriana und ihr Kumpel Richard deutlich weniger zuversichtlich. Gleicher Zugang zu Möglichkeiten für wirtschaftlichen Erfolg, für die Deckung von Grundbedürfnissen wie medizinischer Versorgung? Für sie ist das eine "Lüge", die ihnen Lehrkräfte, Politiker und Medien vermittelt hätten. In der Realität gelte das nur für Weiße aus der Mittelschicht, sagt Richard. "Ich glaube, der amerikanische Traum ist komplett zu einem amerikanischen Albtraum geworden."
Umfrage zeigt pessimistischen Blick vieler in den USA
Tatsächlich zeigen sich fast 60 Prozent der US-Bürger davon überzeugt, dass die besten Jahre ihrer Nation in der Vergangenheit liegen, wie aus einer repräsentativen Umfrage des Forschungsinstituts Pew Research Center hervorgeht.
Mehr als die Hälfte der erwachsenen Amerikaner geht laut einer weiteren Erhebung des Pew Research Centers davon aus, dass bis zum Jahr 2050 die Wirtschaft abkühlen, das eigene Land in der Welt an Bedeutung verlieren und die USA politisch stärker gespalten sein werden. Dabei zeigen sich vor allem jüngere Erwachsene pessimistischer als ältere Generationen.
Vom Tellerwäscher zum Millionär?
Ein Grund für die Skepsis dürften die trüben Zukunftsaussichten sein. Die Vision, dass jedem hart schuftenden Menschen der sozialökonomische Aufstieg gelingen kann, bekommt angesichts von Inflation und struktureller Ungleichheit Risse. Steigende Kosten für Wohnraum, Lebenshaltung, Gesundheitsfürsorge und Hochschulbildung lassen viele Amerikanerinnen und Amerikaner straucheln, während die Lohnentwicklung nicht Schritt hält.
Zwar gibt es sie vereinzelt, die Menschen, die es derzeit etwa aufgrund des KI-Booms ganz weit nach oben auf der Karriereleiter schaffen. Viele andere kämpfen allerdings damit, überhaupt über die Runden zu kommen. Amerikanischer Traum bedeute für sie "leben, Essen kaufen, seine Rechnungen bezahlen können", sagt die 51-jährige Janis aus Philadelphia. "Das ist heutzutage so schwer."


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