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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwaySo geht es in Sachsen-Anhalt weiter
Siegmund will regieren: Wagenknecht macht Angebot
Aktualisiert am 07.09.2026 - 11:56 UhrLesedauer: 4 Min.

Bislang nur an Wahlkampfplakaten vereint: Sahra Wagenknecht geht auf Wahlsieger Ulrich Siegmund zu. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Michael Taeger/imago)
Die AfD verfehlt die absolute Mehrheit in Sachsen-Anhalt nur knapp. Die AfD will allen Parteien Gesprächsangebote unterbreiten. Sahra Wagenknecht macht ein Angebot.
Sachsen-Anhalt hat gewählt. Nach dem vorläufigen Endergebnis verfehlt die AfD knapp die absolute Mehrheit. Doch betonte AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund den Regierungsauftrag für seine Partei. Vor Journalisten in Berlin sagte er am Montag, "erklärtes Ziel ist es, stabile Mehrheiten im Landtag von Sachsen-Anhalt herzustellen".
AfD-Co-Chefin Alice Weidel ergänzte bei der gemeinsamen Pressekonferenz: "Wir nehmen die Regierungsverantwortung ernst."
Das Ergebnis vom Sonntag bringt in Sachsen-Anhalt vieles in Bewegung. Auch bei der Union. Schon vor der Wahl hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete Sepp Müller aus Sachsen-Anhalt Zweifel an der Strategie von Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) angemeldet, kategorisch auf Distanz zur AfD zu gehen. "Sollten die Umfrageergebnisse Wahlergebnisse werden, dann hat Ulrich Siegmund mit der AfD einen Regierungsbildungsauftrag", so Müller im "Politico"-Podcast. Müllers Kalkül: Die AfD erst einmal machen lassen und auf eine Entzauberung an der Macht hoffen.
Ob die AfD tatsächlich in Regierungsverantwortung kommt, ist offen. Ein Blick auf die möglichen Regierungskonstellationen und wie es in Sachsen-Anhalt jetzt weitergeht:
Koalition mit "einzelnen Fraktionen" oder "einzelnen Abgeordneten"
AfD-Co-Chef Tino Chrupalla formulierte es am Montag deutlich: "Das Wählervotum ist klar. Wir haben einen ganz klaren Regierungsauftrag", sagte er im ARD-"Morgenmagazin". Chrupalla ergänzte: "Wir werden Gesprächsangebote an alle Parteien senden." In einer Pressekonferenz am Vormittag in Berlin ergänzte der AfD-Frontmann: "Wir wollen stabile Mehrheiten."
Wahlsieger Ulrich Siegmund sprach am Montag von einer "historischen Aufgabe", die er entweder "mit einzelnen Fraktionen" oder "einzelnen Abgeordneten stemmen" wolle. Wenn es "stabile Mehrheiten" gebe, werde er im Landtag "selbstverständlich als Ministerpräsident antreten".
Die Möglichkeit einer formellen Koalition scheint unwahrscheinlich. Doch hatte es schon vor der Wahl Spekulationen über mögliche Überläufer aus der Union gegeben. So streuten AfD-Politiker, es gebe Gespräche mit CDU-Landtagsabgeordneten, ob die sich einen Wechsel zur AfD vorstellen könnten. Namen fallen keine – auch Belege für solche Kanäle gibt es nicht. Klar ist, dass auf Überläufern ein riesiger öffentlicher Druck lasten würde.


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