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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayAsien-Reise des Bundeskanzlers
Nordkorea testet vor Merz-Besuch in Seoul Raketen
Von t-online, afp, reuters, dpa
29.10.2026 - 08:56 UhrLesedauer: 2 Min.

Friedrich Merz (Archivbild): Der Bundeskanzler wirbt in Asien um Unterstützung. (Quelle: Michael Kappeler/dpa)
Friedrich Merz erreicht zum Abschluss seiner Asien-Reise Südkorea. Der kommunistische Norden reagiert mit einer unmissverständlichen Geste.
Unmittelbar vor dem Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Südkorea hat der kommunistische Norden von Machthaber Kim Jong Un Raketen getestet. Laut Medienberichten wurden zehn ballistische Kurzstreckenraketen in Richtung des Meeres vor Nordkoreas Ostküste abgefeuert. Die japanische Küstenwache hatte zuvor erklärt, bei dem Projektil könne es sich um eine ballistische Rakete handeln, die ins Meer gestürzt sei.
Merz beendet seine Asien-Reise am Donnerstag in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Südkorea ist für Deutschland einer der wichtigsten wirtschaftlichen Partner in der Region. Wegen der führenden Stellung der südkoreanischen Chiphersteller dürfte die Bedeutung im Zuge des KI-Booms noch zunehmen. Auch um die Abhängigkeit von China zu reduzieren, setzt die Bundesregierung auf Südkorea.
Merz hatte zuvor in einer Grundsatzrede für eine enge Partnerschaft mit Ländern wie Japan und Südkorea geworben, um internationalen Regeln zu ihrer Gültigkeit zu verhelfen. "Diese politische Allianz sollte den regelbasierten Handel einschließlich der Welthandelsorganisation WTO verteidigen, stärken und weiterentwickeln", mahnte der Bundeskanzler.
Fachleute werben seit Längerem für engere Partnerschaften von Mittelmächten wie Kanada, Australien, den EU-Staaten sowie Japan und Südkorea, um die Weltordnung vor Alleingängen von US-Präsident Donald Trump oder auch Kremlchef Wladimir Putin und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping zu schützen. Zum Konzept gehört auch eine geringere wirtschaftliche Abhängigkeit von Rohstoffen und Bauteilen aus China.
Drittwichtigster Handelspartner in der Region
Nach China und Japan ist Südkorea für Deutschland der wichtigste Handelspartner in Asien. Bei den mehr als 500 deutschen Firmen, die bislang dort tätig sind, handelt es sich vor allem um Automobilzulieferer, Maschinenbauer, Chemieunternehmen und Firmen im Bereich Elektrotechnik und Logistik. Sie beschäftigen mehr als 100.000 Mitarbeiter in dem Land.
Deutsche Unternehmen sind auch als Zulieferer der südkoreanischen Chipindustrie tätig. So unterstützt etwa der Optikkonzern Zeiss bei der Produktion von sogenannten Wafern, also dem Grundmaterial zur Herstellung von Mikrochips. Das Konsumgüter- und Chemieunternehmen Henkel liefert Klebstofflösungen zur Verwendung in der Halbleiterindustrie.
Das jährliche Handelsvolumen zwischen Deutschland und Südkorea belief sich zuletzt auf rund 30 Milliarden Euro. Deutsche Unternehmen investieren zudem jedes Jahr Milliarden in die Wirtschaft vor Ort. Auf der Asien-Reise des Bundeskanzlers sollen auch neue Unternehmensvereinbarungen getroffen und Handelsimpulse gesetzt werden, hieß es im Vorfeld aus Regierungskreisen.


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