PROTECT YOURSELF with Orgo-Life® QUANTUM TECHNOLOGY
Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayNach Wahl in Sachsen-Anhalt
Wagenknecht hat ihr Ziel erreicht
07.09.2026 - 12:18 UhrLesedauer: 4 Min.
Das BSW galt politisch schon als erledigt. Nun ist Sahra Wagenknechts Partei zurück – und könnte in Sachsen-Anhalt zum entscheidenden Machtfaktor werden.
Plötzlich war Sahra Wagenknecht überall. Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gab die Gründerin des BSW ein Interview nach dem anderen. Ihre Botschaft war eindeutig: keine Koalition mit der AfD. Aber, und das ist zentral: Zusammenarbeit nicht ausgeschlossen. Es wirkte wie ein verzweifelter Versuch, das in Umfragen abgeschlagene BSW wieder ins Spiel zu bringen, um es doch noch über die Fünfprozenthürde zu hieven. Das ist überraschenderweise gelungen. Und mehr noch: Das kleine BSW ist jetzt sehr mächtig. Denn es könnte darüber entscheiden, wie es in Sachsen-Anhalt weitergeht.
Eigentlich war das BSW bereits totgesagt. Die erst 2024 von Wagenknecht gegründete Partei verpasste im vergangenen Jahr knapp den Einzug in den Bundestag. In Brandenburg ist die Koalition von SPD und BSW zerbrochen, die Sozialdemokraten regieren mittlerweile mit der CDU. Und in Thüringen lieferte sich Wagenknecht einen öffentlichen Disput mit der damaligen Landeschefin Katja Wolf, die in dem Bundesland zum Missfallen Wagenknechts gemeinsam mit SPD und CDU regiert.
Ausgerechnet am Wahlabend erklärte Wolf, gemeinsam mit anderen BSWlern aus Thüringen eine neue Partei gegründet zu haben. Die AfD-Nähe Wagenknechts brachte das Fass zum Überlaufen, von den ständigen Einmischungen der BSW-Gründerin mal abgesehen. Adieu, BSW! Eigentlich eine schwere Demütigung für Parteigründerin Wagenknecht. Doch die Ex-Linke traf das am Sonntagabend wahrscheinlich deutlich weniger hart, als Rivalin Wolf sich das erhofft haben dürfte. Denn mit dem Sprung in den Magdeburger Landtag ist Wagenknecht wieder zurück auf der politischen Bühne.
BSW erteilt Brandmauer klare Absage
Es war für Wagenknecht und ihre Leute eine Zitterpartie: Die Zahlen der Forschungsgruppe Wahlen im ZDF sahen das BSW um 18 Uhr mit 4,8 Prozent zunächst draußen. In der ARD sah Infratest dimap das BSW mit 5 Prozent knapp drin. Das vorläufige Endergebnis für die Wagenknecht-Partei beläuft sich nun auf 5,3 Prozent. Wagenknecht dürfte in Sachsen-Anhalt einen ganz anderen Weg gehen als in anderen Bundesländern.
In Brandenburg und Thüringen galt das BSW noch als Bollwerk gegen rechts – stand nach den jeweiligen Wahlen dort zur Brandmauer. Doch im Interview mit t-online sagte Wagenknecht vergangene Woche: "Wir werden die Brandmauer-Idiotie nicht mitmachen, dass man niemals mit der AfD abstimmen darf. Das ist politischer Kindergarten." Eine Koalition mit den anderen Parteien im Parlament gegen die AfD schloss sie aus. Damit war klar: Das BSW ist bereit, der AfD zur Macht zu verhelfen. Es war eine riskante Strategie, die einige in ihrer eigenen Partei verschreckte.


8 hours ago
1


















English (US) ·
French (CA) ·
French (FR) ·