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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayMyanmars Regierung hat Bilder von einem Treffen zwischen Aung San Suu Kyi und einem Auslandsvertreter veröffentlicht. Über ihren Zustand war bisher kaum etwas bekannt.
Quelle: DIE ZEIT, dpa, mns Aktualisiert am 3. August 2026, 11:37 Uhr
Erstmals seit dem Militärputsch in Myanmar vor fünfeinhalb Jahren ist ein Treffen der früheren Regierungschefin Aung San Suu Kyi mit einem ausländischen Vertreter öffentlich bekannt geworden. Die Militärregierung veröffentlichte Aufnahmen, die die Friedensnobelpreisträgerin bei einem Treffen mit dem Myanmar-Repräsentanten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Arnaud de Baecque, zeigen. Zu ihrem Aufenthaltsort und Gesundheitszustand gab es zuvor jahrelang kaum verlässliche Informationen.
Die Aufnahmen zeigen beide in einem holzvertäfelten Raum. Einige Bilder sollen auch von ihrem 81. Geburtstag im Juni stammen und sie beim Aufschneiden des Geburtstagskuchens zeigen. Suu Kyi steht seit dem Militärputsch vom Februar 2021 unter Arrest.
Suu Kyis Sohn spricht von positiver Entwicklung
Das Rote Kreuz bestätigte das Treffen in einer Mitteilung. »Der Besuch erfolgte gemäß den Standards und Verfahren des IKRK für Besuche bei Inhaftierten«, hieß es darin. »Dazu gehörte auch die Gelegenheit, mit Aung San Suu Kyi unter vier Augen zu sprechen.«
Suu Kyis Sohn Kim Aris nannte das Treffen in den sozialen Medien ein Zeichen der Hoffnung. Es sei die erste positive Entwicklung in Bezug auf sie seit mehr als fünf Jahren. »Dies ist ein wichtiger erster Schritt, aber er darf nicht der letzte sein«, schrieb der 49-Jährige auf Facebook. Er hoffe, der IKRK-Besuch führe zu einem besseren humanitären Zugang, direkten Kontakt mit seiner Mutter, glaubwürdigen Informationen über ihr Wohlergehen und letztendlich zu ihrer Freilassung.
Suu Kyi war jahrzehntelang die bekannteste Oppositionspolitikerin Myanmars und erhielt 1991 den Friedensnobelpreis für ihren gewaltlosen Einsatz für Demokratie. Bereits von 1989 bis 2010 verbrachte sie insgesamt 15 Jahre isoliert unter Hausarrest.
Militärputsch führte zu schwerer Krise
Beim Militärputsch vom Februar 2021 hatte das Militär die demokratisch gewählte Regierung gestürzt und in diesem Zuge Suu Kyi festgenommen. Seitdem war sie weitgehend von der Außenwelt abgeschirmt. Später wurde sie wegen angeblicher Vergehen zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Sorge um ihren Gesundheitszustand, unter anderem war von Herzproblemen die Rede. Nach Angaben der Behörden wurde sie Ende April aus einem Gefängnis in Hausarrest verlegt.
Seit dem Putsch von 2021 befindet sich Myanmar in einer schweren Krise. Die Entmachtung der gewählten Regierung hatte damals landesweite Proteste und einen anhaltenden bewaffneten Konflikt ausgelöst. Seither prägen Gewalt, wirtschaftlicher Niedergang und Widerstand gegen die Junta das Land.
In einer international stark kritisierten Wahl wurde Armeechef Min Aung Hlaing im April vom Parlament zum Präsidenten erklärt. Kritiker und internationale Beobachter sehen in der Wahl keinen echten demokratischen Prozess, sondern eine Inszenierung zur Festigung der Militärmacht.


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