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Huthi-Rebellen greifen nach wichtiger Meerenge Bab al-Mandab

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Erfolg für Verbündete des Iran

Huthi-Rebellen greifen nach wichtiger Meerenge Bab al-Mandab

Aktualisiert am 11.09.2026 - 14:56 UhrLesedauer: 3 Min.

Nahostkonflikt - JemenVergrößern des Bildes

Auch die Insel Perim oder Majun in der Meeresenge Bab al-Mandab soll in die Hände der Huthi-Rebellen gefallen sein. (Archivbild) (Quelle: Planet Labs PBC/Planet Labs PBC/AP/dpa/dpa-bilder)

Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen erobern die gesamte Küste des Roten Meers im Jemen und strategisch wichtige Inseln. Der Druck auf den Welthandel könnte damit weiter steigen.

Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen haben jemenitischen Regierungsquellen zufolge die gesamte Küste des Roten Meeres im Jemen und strategisch wichtige Inseln eingenommen. Damit haben die Huthi ihren Zugriff auf die Meerenge Bab al-Mandab, durch die eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt führt, deutlich erhöht.

Der Bab al-Mandab verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden. Beide sind Teil einer Schifffahrtsroute, die vom Mittelmeer über den Suezkanal bis in den Indischen Ozean führt und somit den kürzesten Schifffahrtsweg zwischen Europa und Asien darstellt.

Ölpreis hat deutlich zugenommen

Die infolge des Iran-Kriegs stark beeinträchtigte Straße von Hormus ist insbesondere für den Handel mit Öl und Flüssigerdgas wichtig, da sie den rohstoffreichen Persischen Golf mit dem Indischen Ozean verbindet. Der Bab al-Mandab hingegen ist für den gesamten Waren- und Rohstoffverkehr zwischen Europa und Asien von großer Bedeutung.

Der Ölpreis legte in der Nacht auf Freitag bereits deutlich zu. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November erreichte zeitweise fast 110 US-Dollar.

International anerkannte Regierung reagiert mit Luftangriffen

Erst kürzlich hatten die Rebellen auch die jemenitische Hafenstadt Mokka eingenommen. Mit den jüngsten Vorstößen kontrollieren die Huthi nun die gesamte Küste des Roten Meeres im Jemen. Die international anerkannte jemenitische Regierung reagierte dpa-Informationen zufolge mit Luftangriffen auf Huthi-Kämpfer am Hafen und dem Flughafen in Mokka.

Von ihren neu gewonnenen Positionen aus können die Huthi Handels- und andere Schiffe im Roten Meer gezielter angreifen oder stören als zuvor. Der für den Welthandel enorm wichtige Schifffahrtsweg dürfte damit noch stärker bedroht werden als bisher. Die Huthi hatten dort in den vergangenen Jahren mehrfach Schiffe angegriffen und teils versenkt oder diese gekapert.

Experte: Selten strategisches Versagen dieser Größenordnung

Vor dem Hintergrund des Konflikts zwischen den USA und dem Iran sprach der israelische Militärexperte Danny Citrinowicz von einem Rückschlag für den Westen. "Im Mittleren Osten hat es selten ein strategisches Versagen dieser Größenordnung gegeben", schrieb er auf X. "Was in den letzten Tagen geschehen ist, ist daher nicht einfach nur ein saudisches Problem. Es ist ein internationales Problem", fügte er hinzu.

Irans Vizepräsident gratulierte den Huthi-Rebellen nach ihrem Vormarsch. "Wir freuen uns über die Siege des heldenhaften Volkes des Jemen", schrieb Mohammed Resa Aref an die mit Teheran verbündete Miliz gerichtet auf X.

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