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Eine neue Kriegsgefahr lauert in der Ukraine
Aktualisiert am 28.06.2026 - 14:39 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein brennendes Haus nach einem russischen Angriff auf Saporischschja Ende Juni. (Quelle: Stringer/reuters)
Strom- und Wasserausfälle treffen viele Menschen im Kriegsgebiet. Unicef warnt vor zusätzlichen Risiken durch Hitze.
Hohe Temperaturen verschärfen die Lage für viele Menschen in der Ukraine. Nach Angaben von Unicef gefährden russische Angriffe auf Energie- und Wasserinfrastruktur zunehmend die Grundversorgung der Bevölkerung. Besonders betroffen sind Familien mit Kindern, ältere Menschen und Kranke.
Wie auch in Deutschland wurden in Kiew am Sonntag Temperaturen von bis zu 31 Grad gemessen. In anderen Landesteilen ist oder wird es teils noch heißer: Für Lwiw im Westen werden Anfang der Woche bis zu 38 Grad vorhergesagt, für Odessa im Süden bis zu 34 Grad. Auch in Dnipro und Charkiw liegen die Werte im hochsommerlichen Bereich.
Damit werden Strom- und Wasserausfälle zu einem zusätzlichen Risiko. Wenn Pumpen, Leitungen oder Abwasseranlagen beschädigt sind, fehlt vielen Menschen nicht nur Kühlung oder Licht. Auch der Zugang zu sauberem Wasser, Hygiene und medizinischer Versorgung kann beeinträchtigt werden.
Im Video | Ukraine führt Doppelschlag aus – Russland greift Kampfjets an
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Unicef warnt vor Folgen für Grundversorgung
"Heute sind es in der Ukraine nicht nur die eisigen Winter, die Kinder gefährden. Angriffe auf die Energie- und Wasserinfrastruktur führen dazu, dass Millionen Kinder immer wieder ohne Strom und sicheres Wasser auskommen müssen. Während die Temperaturen in Europa steigen, würden solche Ausfälle extreme Hitze unerträglich machen", sagte Munir Mammadzade, Unicef-Vertreter in der Ukraine, t-online. "Für Kinder ist das nicht nur belastend – es ist eine Frage der Gesundheit und des Zugangs zu lebenswichtiger Grundversorgung."
Nach Angaben von Unicef wurden seit 2022 mehr als 726 Wasserversorgungsanlagen und 285 Abwasserbehandlungsanlagen beschädigt oder zerstört. Bereits heute sind demnach 444.000 Kinder von Ausfällen der Wasserversorgung betroffen. Für die Bevölkerung bedeute das ein wachsendes Risiko für Krankheiten, besonders wenn hohe Temperaturen hinzukommen.
Der Sommer bringt der Ukraine damit keine Entlastung vom Krieg. Im Gegenteil: Nach Angaben von Unicef nehmen die Angriffe weiter zu, sie würden heftiger und gefährlicher. Kinder würden getötet, verletzt und verbringen immer mehr Nächte in Schutzräumen. Sie verlieren Schlaf, Alltag, Bildung und jegliches Gefühl von Sicherheit.
Zahl ziviler Opfer deutlich gestiegen
Zwischen Januar und Mai stieg die Zahl der Luftangriffe, darunter Drohnen- und Raketenangriffe, laut Unicef im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 34 Prozent. Keine Region der Ukraine sei verschont geblieben. Besonders schwer war die Lage im Mai dieses Jahres.


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