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Details zu Abkommen – Iran stellt Trump harte Bedingungen
Aktualisiert am 15.06.2026 - 01:50 UhrLesedauer: 37 Min.

Der iranische Präsident Massud Peseschkian bei einer Rede in Teheran (Archivbild). (Quelle: Shadati/XinHua/dpa)
Trump verkündet den Abschluss eines Abkommens zwischen Iran und USA. Der Ölpreis fällt um vier Prozent. Doch Iran stellt schon Bedingungen. Die Entwicklungen im Newsblog.
Montag, 15. Juni
Europäer: Sind bereit für Mission in der Straße von Hormus
Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien sind infolge der Einigung zwischen den USA und dem Iran "entschlossen", die Wiederaufnahme der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu unterstützen. Das umfasse auch "eine rein defensiv ausgerichtete, unabhängige Mission, um die Handelsschifffahrt zu ermutigen und Minenräumung durchzuführen", erklärten Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer und die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in einer gemeinsamen Stellungnahme.
"Die dringliche Wiederöffnung der Straße von Hormus mit bedingungsloser und uneingeschränkter Freiheit der Schifffahrt ist unerlässlich", hieß es darin. Die vier Staaten seien "entschlossen, unseren Teil dazu beizutragen, im Einklang mit unseren jeweiligen verfassungsrechtlichen Bestimmungen". Mit dem Abkommen öffne sich eine Gelegenheit, die Region und die Weltwirtschaft wieder zu stabilisieren.
Der Iran dürfe niemals in den Besitz von Atomwaffen gelangen, bekräftigten die Staats- und Regierungschefs. Sie mahnten daher auch, es sei entscheidend, nach dem neuen Rahmenabkommen mit Teheran "die Folgeverhandlungen über die Einzelheiten abzuschließen und die Vereinbarung rasch und umfassend umzusetzen". Die vier Staaten stellten in Aussicht, später "entsprechende Sanktionen aufzuheben, sofern Iran klare und überprüfbare Schritte in Bezug auf sein Atomprogramm unternimmt".
Straße von Hormus soll erst Freitag geöffnet werden
Die für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtige Straße von Hormus soll erst nach der formellen Unterzeichnung des Iran-Abkommens am Freitag geöffnet werden. Grund dafür seien nötige Arbeiten zur Minenräumung, teilte US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Danach werde das Öl wieder frei fließen, zugunsten der Region und der ganzen Welt.
Auch die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen von einer Öffnung der Meerenge nach einer Unterzeichnung eines Rahmenabkommens am Freitag.
Zuvor hatte Trump ebenso wie Pakistan eine Einigung auf ein Rahmenabkommen mit dem Iran verkündet. In dem ersten Post von Trump klang es noch so, als werde die Straße von Hormus umgehend geöffnet. Er genehmige die Öffnung der Meerenge, eine Maut werde es nicht geben, schrieb der US-Präsident. Zudem ordnete er laut seinem Post die sofortige Aufhebung der US-Seeblockade iranischer Häfen an.
Agentur: Iran veröffentlicht weitreichende Details zu geplantem Abkommen
Die iranische Nachrichtenagentur Mehr veröffentlicht Details aus dem 14-Punkte-Entwurf für eine Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran. Demnach sieht das Papier ein sofortiges und dauerhaftes Ende des Krieges an allen Fronten einschließlich des Libanons vor. Innerhalb von 30 Tagen sollen die US-Seeblockade vollständig aufgehoben und die Straße von Hormus unter iranischer Regie wieder geöffnet werden. Zudem sollen die Sanktionen gegen iranische Öl- und Petrochemie-Verkäufe ausgesetzt und eingefrorene iranische Gelder in Höhe von 24 Milliarden Dollar freigegeben werden.
Die Hälfte dieser Mittel müsse ebenso wie die Aufhebung der Seeblockade und der Ölsanktionen gewährt werden, bevor die abschließenden Verhandlungen beginnen. Diese Gespräche sollen 60 Tage dauern und sich auf Nuklearfragen sowie die vollständige Aufhebung der Sanktionen konzentrieren. Das iranische Raketenprogramm und die Unterstützung von Widerstandsgruppen sind dem Bericht zufolge von den Verhandlungen ausgeschlossen. Die USA und ihre Verbündeten müssen zudem Wiederaufbaupläne für den Iran im Volumen von mindestens 300 Milliarden Dollar vorlegen. Ein endgültiges Abkommen soll durch eine Resolution des UN-Sicherheitsrates gebilligt werden.
Iran knüpft Verzicht auf Vergeltung an israelischen Abzug aus Libanon
Der Iran macht einen israelischen Rückzug aus dem Südlibanon zur Bedingung für einen Verzicht auf Vergeltungsschläge. Dies beziehe sich auf den israelischen Angriff auf die südlichen Vororte von Beirut, erklärt der iranische Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi. Unterdessen teilt das Oberkommando der iranischen Streitkräfte mit, das Volk habe unter der Führung des obersten geistlichen Führers den USA bewiesen, dass diesen "kein anderer Weg bleibt, als die Niederlage zu akzeptieren".
Ölpreis fällt um vier Prozent nach Ankündigung von Iran-Deal
Nachdem sowohl US-Präsident Donald Trump als auch der Iran das Ende des Krieges bestätigt haben, gibt der Ölpreis deutlich nach. Der Preis für die Nordseesorte Brent fällt auf 83,51 Dollar je Barrel und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang März. Das US-Leichtöl WTI verbilligt sich auf ein Tagestief von 80,25 Dollar.
Abschluss von Abkommen zwischen Iran und USA
Der Iran und die USA haben nach Angaben der pakistanischen Vermittler eine Einigung auf ein Rahmenabkommen für ein Ende des Iran-Krieges getroffen. Diese umfasse eine Waffenruhe in der gesamten Region einschließlich des Libanon, erklärte die pakistanische Regierung am Sonntag. Das Abkommen soll demnach am kommenden Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden. Mehr dazu lesen Sie hier.
US-Iran-Deal auf der Kippe? Trump verurteilt neue Angriffe
Nach israelischen Angriffen in Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut und angedrohten Gegenschlägen des Irans auf Israel hat US-Präsident Donald Trump die Seiten zur Zurückhaltung aufgerufen. Ursprünglich hatte Trump für Sonntag, seinen 80. Geburtstag, die Unterzeichnung eines Rahmenabkommens zur Beendigung des Iran-Kriegs zwischen den USA und dem Iran in Aussicht gestellt. Nach der neuen Eskalation im Libanon mahnte er auf Truth Social: "Dies könnte der Beginn eines langen und schönen Friedens sein - lasst uns ihn nicht verspielen!"
Den Gegenangriff Israels im Libanon verurteilt Trump in seinem Post. Der Angriff bei Beirut hätte nicht stattfinden dürfen, "insbesondere an einem besonderen Tag, an dem wir einem Friedensabkommen mit dem Iran so nahe sind", schrieb der Republikaner.
Nach Angriffen der libanesischen Hisbollah-Miliz auf den Norden Israels - das israelische Militär sprach von mehreren Sprengstoffdrohnen - hatte die israelische Luftwaffe am Sonntag erneut bei Beirut angegriffen. Es seien "Terrorziele" der Hisbollah in den als Dahija bekannten südlichen Vororten beschossen worden, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und des Verteidigungsministers Israel Katz. "Der Angriff erfolgte als Reaktion auf den Beschuss israelischen Territoriums durch die Hisbollah." Nach libanesischen Angaben wurden mindestens drei Menschen getötet.
Sonntag, 14. Juni


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