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Krieg in Nahost | Huthis drohen Saudi-Arabien mit Vergeltung

4 days ago 4

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Newsblog zum Krieg in Nahost

Huthis drohen Saudi-Arabien mit Vergeltung


Aktualisiert am 25.07.2026 - 16:15 UhrLesedauer: 26 Min.

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Anhänger der Huthis in Jemens Hauptstadt Sanaa: Angriffe auf zivile Ziele würden "nicht ungestraft bleiben", teilten die Islamisten am Samstag mit. (Archivfoto) (Quelle: IMAGO/Hamza Ali)

Zwischen Saudi-Arabien und den Huthis verschärft sich der Konflikt. Iran ruft zum Dialog auf. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Samstag, 25. Juli

Huthis drohen Saudi-Arabien mit Vergeltung

Der Konflikt im Nahen Osten weitet sich aus. Nach Luftangriffen einer von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen schwor die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz dem benachbarten Königreich Vergeltung. Die Angriffe auf zivile Ziele würden "nicht ungestraft bleiben", zitierte die von der Schiitenmiliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba deren Mitteilung auf der Plattform Telegram. Die Abschreckungsformel sei klar: Eskalation werde mit Eskalation beantwortet.

Nach Angaben des iranischen Senders Press TV folgten in der Nacht Gegenangriffe der Huthis in mehreren Gebieten Saudi-Arabiens. Demnach gab es Explosionen in der Hafenstadt Yanbu. Auch die Küstenstadt Dschisan soll mit Raketen attackiert worden sein. Der saudi-arabische Zivilschutz erklärte kurze Zeit später auf der Plattform X, die Gefahr in Yanbu sei vorbei.

Die Eskalation markiert eine neue Front in dem Konflikt im Nahen Osten, der die Region seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran im Februar erfasst hat. Zusätzlich zur Blockade der Straße von Hormus durch Teheran spitzt sich nun auch die Lage im Roten Meer zu. Als Reaktion auf den erneuten Beschuss eines unter saudi-arabischer Flagge fahrenden Schiffes im Roten Meer attackierte die Saudi-Koalition "legitime militärische Ziele" in der jemenitischen Provinz Hudaida, wie Koalitionssprecher Turki al-Maliki auf X schrieb. Huthi-nahe Medien meldeten Angriffe in der gleichnamigen Hafenstadt Hudaida.

Iran ruft zu Dialog im Jemen-Konflikt auf

Angesichts einer Eskalation zwischen Saudi-Arabien und der von Teheran unterstützten Huthi-Miliz im Jemen hat der iranische Außenminister Abbas Araghtschi zum Dialog aufgerufen. Es gebe keine militärische Lösung in dem Konflikt, vielmehr müsse dieser durch Dialog zwischen Saudi-Arabien, Jemen und anderen Ländern in der Region gelöst werden, sagte Araghtschi in einem Interview mit der staatlichen Tageszeitung "Iran".

Obwohl der Iran die Huthi-Miliz unterstützt, behauptete Araghtschi, die Probleme im Jemen seien nicht seinem Land anzulasten, sondern wurzelten in alten regionalen Konflikten.

Die gegenseitigen Angriffe zwischen der Huthi-Miliz und Saudi-Arabien schüren die Sorge vor einer weiteren Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten, der die Region seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran im Februar erfasst hat. Mehr dazu lesen Sie hier.

Huthis zielen offenbar auf Ölanlagen in Saudi-Arabien

Die mit dem Iran verbündeten Huthis im Jemen haben nach eigenen Angaben Anlagen des Erdölförderers Saudi Aramco in Dschisan und Janbu in Saudi-Arabien angegriffen. Das erklärte der Militärsprecher der Huthi-Miliz, Jahja Sare. Eine Bestätigung aus Saudi-Arabien lag zunächst nicht vor.

Nach Angaben aus griechischen Sicherheitskreisen haben Flugabwehrsysteme in Saudi-Arabien am Samstag zwei ballistische Raketen aus dem Jemen abgefangen. Ziel seien Ölraffinerien in der Stadt Janbu am Roten Meer gewesen, sagten die Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Das eingesetzte Abwehrsystem wird den Kreisen zufolge von griechischem Militärpersonal bedient.

Der saudische Zivilschutz gab nach anfänglichen Warnungen für Janbu und die südliche Hafenstadt Dschisan Entwarnung. Berichte über Schäden lagen zunächst nicht vor. Griechenland hat seit 2021 im Rahmen eines Abkommens ein US-Patriot-Flugabwehrsystem in Saudi-Arabien stationiert, um die Energieinfrastruktur des Königreichs zu schützen.

USA beschießen Tanker – manövrierunfähig

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut einen Tanker auf dem Weg zu einem iranischen Hafen angegriffen. Man habe das Schiff durch Beschuss des Maschinenraums außer Gefecht gesetzt, teilte ein Sprecher des für die Region zuständigen US-Kommandos Centcom mit. Demnach soll die Besatzung des Schiffs zuvor mindestens viermal versucht haben, die US-Blockade zu umgehen.

Angriffe auf Hafenstadt im Jemen

Die jemenitische Hafenstadt Hudaida ist nach Angaben von Augenzeugen und Huthi-nahen Medien Ziel mehrerer Luftangriffe geworden. Anwohner berichteten der Deutschen Presse-Agentur von mehreren Luftangriffen in der Umgebung des Hafens der Stadt. Dabei habe es schwere Explosionen gegeben. Über dem Gebiet seien Flammen und dichte Rauchwolken aufgestiegen.

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition hat nach eigenen Angaben die Attacke auf ein unter saudi-arabischer Flagge fahrendes Schiff mit Luftangriffen auf Stellungen der Huthi-Miliz im Jemen vergolten. Ziel seien "legitime militärische Ziele" der mit dem Iran verbündeten Islamisten in der jemenitischen Provinz Hudaida gewesen, die mit der Bedrohung des Schiffsverkehrs im Roten Meer in Verbindung stünden, erklärte Koalitionssprecher Turki al-Maliki auf X.

Freitag, 24. Juli

Wieder Angriff auf Tanker – Rumpf beschädigt

Im Roten Meer ist es erneut zu einem Angriff auf ein unter saudischer Flagge fahrendes Schiff gekommen. Die "NCC Masa" sei bei ihrer Fahrt auf dem Roten Meer zum Ziel eines Angriffs geworden, berichtete die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA am späten Abend unter Berufung auf eine Quelle in der Verkehrsbehörde. Dabei sei der Schiffsrumpf leicht beschädigt worden.

Weiter hieß es, das Schiff habe seine Fahrt zum Zielhafen fortgesetzt, nachdem die Sicherheit des Schiffes und seiner Besatzung bestätigt worden sei. Angaben zum mutmaßlichen Angreifer gab es zunächst nicht.

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