Lernfähigkeit: Ruht euch nicht auf eurem Wissen aus!
2 hours ago
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Die wichtigste Qualifikation ist kein Abschluss – sondern die Fähigkeit, immer wieder neu zu lernen. Das lässt sich im normalen Arbeitsalltag trainieren.
Artikelzusammenfassung
Der alte Deal auf dem Arbeitsmarkt ist geplatzt. Thomy Roecklin, Weiterbildungsprofi und Distart-Geschäftsführer, beschreibt, wie Abschlüsse vom vermeintlichen Sicherheitsnetz zur bloßen Momentaufnahme schrumpfen, weil Kompetenzen im Turbo-Modus veralten und laut Weltwirtschaftsforum bis 2030 fast 40 Prozent der zentralen Skills kippen werden. An die Stelle des Zertifikate-Stapelns rückt deshalb die Lernfähigkeit – kein esoterisches Mindset-Gimmick, sondern eine trainierbare Kernkompetenz aus Selbstreflexion, kritischem Urteil, Loslassen und Neugier. Roecklin kontert auch den naheliegenden Reflex, das klinge nach noch mehr Selbstoptimierungsstress, und argumentiert ziemlich alltagstauglich: Lernen soll nicht als Extra-Schicht laufen, sondern im Workflow stattfinden, etwa über zwei Minuten Reflexion nach Meeting, Präsentation oder Projekt. Seine Pointe ist ebenso nüchtern wie politisch aufgeladen: Weiterbildung muss künftig weniger Content durchpeitschen und mehr Menschen dazu befähigen, Lernen in den Job einzubauen – denn Fachwissen lässt sich googeln, automatisieren, outsourcen, die eigene Beweglichkeit aber nicht.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Thomy Roecklin ist Experte für Erwachsenenbildung und Geschäftsführer von Distart, einem zertifizierten Weiterbildungsanbieter.
Lange galt eine einfache Regel: Wer einen Beruf erlernt, eine Ausbildung abschließt, ein Studium beendet, hat sich seinen Platz im Arbeitsmarkt verdient. Das Fachwissen war das Kapital, der Abschluss die Dividende. Diese Regel gilt nicht mehr, und wer das ignoriert, wiegt sich in einer gefährlichen Sicherheit.
Nicht weil Wissen unwichtig geworden wäre. Sondern weil es schneller altert als je zuvor. Das Weltwirtschaftsforum schätzt, dass sich bis 2030 fast 40 Prozent der heute zentralen beruflichen Kompetenzen verändern werden; sechs von zehn Beschäftigten müssten sich deshalb weiterbilden. Was heute Expertise ist, kann morgen Routine sein – oder überholt.