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Fox-News-Umfrage: Trumps Beliebtheitswerte brechen ein
17.09.2026 - 16:20 UhrLesedauer: 4 Min.
Amerikanische Wählerinnen und Wähler sind tief unzufrieden mit der wirtschaftlichen Lage. Dafür machen sie zunehmend Donald Trump verantwortlich.
Die Zahlen sind für das Weiße Haus niederschmetternd: Nur 39 Prozent der registrierten Wählerinnen und Wähler billigen die Arbeit von US-Präsident Donald Trump – so zeigt es eine aktuelle Umfrage des Trump-freundlichen Senders Fox News, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. 61 Prozent lehnen seine Amtsführung ab. Seit April hat Trumps Zustimmungswert die 39-Prozent-Marke nicht mehr überschritten.
Besonders verheerend sind die Zahlen beim Thema Inflation: Lediglich 24 Prozent der Befragten billigen Trumps Umgang mit den steigenden Preisen – 74 Prozent lehnen ihn ab. Auch bei der Außenpolitik (37 Prozent Zustimmung, 61 Prozent Ablehnung) und beim Thema Einwanderung (43 zu 56 Prozent) liegt der Präsident deutlich im Minus.
Alltag wird teurer
Der Grund für die schlechten Werte liegt auf der Hand: Die Lebenshaltungskosten belasten die amerikanischen Haushalte massiv. Laut der Umfrage bezeichnen 62 Prozent der Befragten die Lebensmittelpreise als "großes Problem", 61 Prozent sagen das über die Benzinpreise – jeweils 90 Prozent sehen darin zumindest ein Problem. Auch Wohnkosten (für 54 Prozent ein "großes Problem") und Gesundheitskosten (52 Prozent) bereiten breiten Bevölkerungsschichten erhebliche Sorgen.
Insgesamt bewerten rund drei Viertel der Wählerinnen und Wähler die wirtschaftliche Lage negativ. Dreimal mehr Menschen geben an, finanziell zurückzufallen, statt sich zu verbessern.
Zölle: Mehrheit sieht Schaden für die USA
Auch Trumps Zollpolitik stößt auf wachsende Ablehnung: 64 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Zölle der US-Wirtschaft schaden – ein neuer Höchstwert, der seit dem vergangenen Sommer um sieben Prozentpunkte gestiegen ist. Während Demokraten und Unabhängige die Zölle mehrheitlich ablehnen, sind die Meinungen unter Republikanern gespalten: 41 Prozent sehen einen Nutzen, 36 Prozent einen Schaden.
Insgesamt sagen 63 Prozent der Wählerinnen und Wähler, die Trump-Regierung habe die Wirtschaft verschlechtert – unter Republikanern liegt der Wert bei 26 Prozent.
Demokraten mit klarem Vorsprung vor den Midterms
Diese Stimmungslage schlägt sich in den Wahlabsichten nieder. Würde heute gewählt, würden 51 Prozent der Befragten den demokratischen Kandidaten in ihrem Wahlkreis unterstützen, 44 Prozent den republikanischen. Unter denjenigen, die sicher zur Wahl gehen wollen, wächst der Vorsprung der Demokraten sogar auf elf Prozentpunkte (54 zu 43 Prozent).
Hinzu kommt: Demokratische Wählerinnen und Wähler sind motivierter. 64 Prozent von ihnen geben an, sehr stark an der Wahl interessiert zu sein – gegenüber 53 Prozent bei den Republikanern.
"Wenn Kommentatoren und Analysten davon sprechen, dass die Grundbedingungen die Demokraten bei diesen Midterms begünstigen, meinen sie damit vor allem die Wirtschaft", sagte der republikanische Meinungsforscher Daron Shaw, der die Umfrage gemeinsam mit dem demokratischen Kollegen Chris Anderson durchführt. "Der Regierung und ihren Unterstützern läuft die Zeit davon, die Wähler davon zu überzeugen, dass sich die Lage verbessert." Bei den Kongresswahlen werden am 3. November große Teile des US-Senats sowie des Repräsentantenhauses neu gewählt.
Trumps Beliebtheit auf dem Tiefpunkt
Auch persönlich steht Trump schlecht da: 62 Prozent der Befragten haben eine negative Meinung von ihm, nur 38 Prozent eine positive. Damit liegt er hinter beiden großen Parteien – die ihrerseits nicht gerade beliebt sind: Die Demokratische Partei kommt auf 44 Prozent Zustimmung bei 55 Prozent Ablehnung, die Republikanische Partei auf 41 zu 58 Prozent.
Besonders auffällig: 53 Prozent der Befragten halten die Trump-Regierung für korrupter als frühere Regierungen. Und 60 Prozent halten den US-Militäreinsatz gegen den Iran für einen Fehler – von dieser Gruppe bevorzugen 77 Prozent den demokratischen Kandidaten in ihrem Wahlkreis.
Trumps Unterstützung: Fluch oder Segen für Republikaner?
Mit den Midterms rückt eine entscheidende Frage in den Vordergrund: Hilft es republikanischen Kandidaten, wenn Donald Trump sie öffentlich unterstützt – oder schadet es ihnen eher?
Die Umfrage gibt eine klare Antwort: Es schadet ihnen. 51 Prozent der Befragten geben an, dass eine Trump-Unterstützung sie weniger geneigt mache, einen Kandidaten zu wählen. Nur 25 Prozent sagen, es mache sie einem Kandidaten eher geneigt. Das ergibt einen Nettoeffekt von minus 26 Punkten.
Besonders aufschlussreich ist der Vergleich mit 2022: Damals lag dieser negative Nettoeffekt noch bei minus 15 Punkten. Trumps Unterstützung hat also in den vergangenen vier Jahren deutlich an Zugkraft verloren – und an Abschreckungswirkung gewonnen.
Innerhalb der eigenen Partei sieht das Bild anders aus: 52 Prozent der Republikaner sagen, ein Trump-Endorsement erhöhe ihre Unterstützung für einen Kandidaten. Unter MAGA-Republikanern steigt dieser Wert sogar auf 75 Prozent. Trump mobilisiert seine Basis – doch diese Basis reicht offenbar nicht mehr aus, um den breiten Gegenwind auszugleichen.
Für republikanische Strategen stellt sich damit ein klassisches Dilemma: Wer Trumps Unterstützung sucht, festigt seinen Stand in der Vorwahl – riskiert aber, moderate Wählerinnen und Wähler sowie Unabhängige in der eigentlichen Wahl zu verlieren.
Pessimismus über die Zukunft wächst
Die Stimmung in der Bevölkerung ist düster: 68 Prozent glauben, dass das Leben für die nächste Generation schlechter sein wird – ein Anstieg von 53 Prozent vor zwei Jahren. Nur 8 Prozent sind begeistert davon, wie die Regierung arbeitet. 33 Prozent bezeichnen sich als "wütend" – unter Demokraten sind es sogar 56 Prozent.
Auch das Vertrauen in den Kapitalismus schwindet: 57 Prozent sagen, das Wirtschaftssystem gebe den Menschen keine faire Chance – 2019 waren es noch 42 Prozent. Dieser Vertrauensverlust zieht sich durch alle politischen Lager.
Die Fox-News-Umfrage wurde vom 11. bis 14. September 2026 unter 1.211 registrierten Wählerinnen und Wählern durchgeführt. Die Fehlertoleranz beträgt 3 Prozentpunkte.


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