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News zum Ukraine-Krieg | Ukraine greift Putins Heimatstadt an

2 weeks ago 6

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Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Ukraine greift Putins Heimatstadt an


Aktualisiert am 05.07.2026 - 11:02 UhrLesedauer: 33 Min.

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Flammen über dem Hafen: Aufnahmen zeigen den Treffer auf die Anlage.

Putin verkündet die Einnahme einer wichtigen Stadt. Selenskyj widerspricht ihm – und schlägt ihm ein Treffen in der Stadt vor. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Sonntag, 5. Juli

Jetzt nimmt der Kreml die nächste Gruppe ins Visier

Bei der Rekrutierung neuer Soldaten für den Einsatz in der Ukraine wirbt Russland neuerdings offenbar gezielt Studierende an. Seit Anfang des Jahres laufe eine Kampagne zur Rekrutierung junger Menschen von Universitäten und Hochschulen, berichtet die britische BBC. Lesen Sie hier mehr dazu.

Peking: China und Russland halten im Juli gemeinsame Marineübung in Qingdao ab

China und Russland wollen nach Angaben aus Peking noch im Juli ihre jährlichen gemeinsamen Militärmanöver abhalten. Die Marineübung "Joint Sea-2026" werde in den "Gewässern und im Luftraum" vor Qingdao stattfinden, einem wichtigen Militärhafen und Badeort im Osten Chinas, teilte das Verteidigungsministerium in Peking am Sonntag mit. Anschließend würden "einige Einheiten" beider Seiten eine gemeinsame Seepatrouille in nicht näher genannten Gebieten des Pazifischen Ozeans ausführen.

Die Erklärung enthielt keine Einzelheiten zum Umfang der chinesisch-russischen Manöver. Diese zielten dem Ministerium zufolge darauf ab, "gemeinsam auf sicherheitspolitische Herausforderungen zu reagieren und den Frieden und die Stabilität in der Region zu wahren".

Krieg in der Ukraine: Die Nato dreht den Spieß um

Beim Nato-Gipfel in Ankara könnte das Bündnis der Ukraine ein starkes Signal senden. Russland ist geschwächt, die Probleme für Wladimir Putin wachsen. Trotzdem tut sich die Nato schwer. Lesen Sie hier mehr dazu.

Putin spricht mit Trump am Telefon

Kurz vor Beginn des Nato-Gipfels in Ankara hat Kremlchef Wladimir Putin russischen Angaben zufolge in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump über die Lage in der Ukraine gesprochen. Die beiden Präsidenten hätten mit Blick auf Trumps Teilnahme an dem am Dienstag und Mittwoch stattfindenden Gipfel "natürlich über die Frage einer Lösung in der Ukraine" gesprochen, sagte der Präsidentenberater Juri Uschakow laut Berichten der Nachrichtenagentur Ria Nowosti am Samstag.

Putin habe in dem Telefonat "die aktuelle Lage auf dem Schlachtfeld" in der Ukraine skizziert, "wo die russischen Streitkräfte selbstbewusst vorrücken", erklärte Uschakow. Trump und Putin hätten in dem 85-minütigen Gespräch auch Themen wie den Iran und die Golfregion erörtert, fügte er hinzu. Lesen Sie hier mehr dazu.

Ölterminal in St. Petersburg angegriffen

Russlands zweitgrößte Stadt St. Petersburg und die umliegende Region sind in der Nacht zum Samstag Ziel eines großen ukrainischen Drohnenangriffs geworden. Dabei wurden nach russischen und ukrainischen Angaben ein Hafen sowie Ölinfrastruktur getroffen. Der Gouverneur von St. Petersburg, Alexander Beglow, sprach von einem großangelegten Drohnenangriff auf die Millionenstadt.

Das Ölterminal der Stadt sei getroffen worden. Verletzte habe es nicht gegeben. Der Gouverneur der umliegenden Region Leningrad, Alexander Drosdenko, teilte mit, eine Drohne habe den Hafen von Wyssozk getroffen. Er liegt rund 170 Kilometer nordwestlich von St. Petersburg. Über der Region Leningrad seien 72 Drohnen abgeschossen worden. Es gebe kleinere Schäden in mehreren Siedlungen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte auf der Plattform Telegram, die ukrainischen Streitkräfte hätten die Ölinfrastruktur des Hafens getroffen, über den Einnahmen für Russlands Krieg erzielt werden. Zudem sei Kronstadt getroffen worden, ein wichtiger militärischer Zielpunkt. Die Marinebasis liegt mehr als 850 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Von russischer Seite gab es zunächst keine Informationen über einen Angriff auf Kronstadt.

Samstag, 4. Juli

Ukraine widerspricht Moskau: kein Verlust der Stadt Kostjantyniwka

Das ukrainische Militär hat der Behauptung Moskaus widersprochen, die Stadt Kostjantyniwka im Industriegebiet Donbass erobert zu haben. Im Morgenbericht des Generalstabs war die Rede davon, dass es in der Kleinstadt mit früher 67.000 Einwohnern weiterhin Gefechte gebe. Auch in Dörfern noch dichter an russischen Positionen wie Iwanopyllja werde noch gekämpft.

Kremlchef Wladimir Putin hatte am Vorabend beim Besuch einer Kommandozentrale gesagt, die russische Armee habe Kostjantyniwka vollständig unter Kontrolle gebracht. Ukrainische Militärblogs wie DeepState verzeichnen weiterhin nur Teile der Stadt als russisch besetzt. Auch russische Militärblogger reklamieren bislang nicht die gesamte Stadt für ihre Armee.

"Das ist nur die x-te russische Lüge, um wenigstens irgendeine Nachricht in Umlauf zu bringen", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj während eines Telefonats mit Bundeskanzler Friedrich Merz. Er rief Putin auf, sich mit ihm in Kostjantyniwka zu treffen. "Wenn Kostjantyniwka derzeit unter russischer Kontrolle stünde, hätte Putin wohl kein Problem damit, sich dort mit mir zu treffen und diplomatische Lösungen zu finden, um den Krieg endlich zu beenden."

Selenskyj spricht mit Merz über Flugabwehr

Kanzler Friedrich Merz telefoniert nach Angaben der Bundesregierung mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Dieser habe Merz über die Folgen der jüngsten russischen Luftangriffe auf Kiew und andere Teile der Ukraine informiert, teilt ein Regierungssprecher mit. "Der Präsident dankte dem Bundeskanzler für die deutsche Unterstützung, insbesondere bei der Luftverteidigung." Merz habe bekräftigt, dass sich die Ukraine auf die Unterstützung Deutschlands verlassen könne.

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Putin unterzeichnet Gesetz zur Stützung des Kraftstoffmarkts

Der russische Präsident Wladimir Putin unterzeichnet nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tass ein Steuergesetz, das für ein größeres Kraftstoffangebot auf dem heimischen Markt sorgen soll. Damit reagiert die Führung in Moskau auf akute Engpässe infolge ukrainischer Drohnenangriffe auf Anlagen der Mineralölindustrie. Tass zufolge handelt es sich um Steueranreize für die Produktion von hochoktanigem Benzin durch Mischverfahren.

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