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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayBei Razzien gegen LGBTQI+-Vereine in der Türkei sind zahlreiche Menschen festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft spricht von einer Aktion zum Schutz der Familie.
Quelle: DIE ZEIT, dpa, bda Aktualisiert am 13. September 2026, 11:54 Uhr
In der Türkei sind bei landesweiten Razzien gegen mehrere LGBTQI+-Aktivistenvereine 26 Menschen festgenommen worden. Zuvor seien Ermittlungen wegen »Vereinsgründung zum Begehen einer Straftat, Prostitution, Obszönität« sowie Drogenbesitz eingeleitet worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Die Gruppe Kaos GL, die sich für die Rechte von Homo- und Bisexuellen, trans Menschen und queeren Personen (LGBTQI+) einsetzt, schrieb auf der Plattform X, die Polizei sei in ihre Vereinsräumlichkeiten eingedrungen und habe Mitglieder des Vorstands festgenommen.
Die Razzien fanden an 38 Adressen statt, darunter Wohnhäuser, Arbeitsstätten und Vereine. Betroffen waren neben Istanbul unter anderem die Städte Ankara, Izmir und Antalya. Nach weiteren Menschen werde gefahndet.
Vorwurf der Beeinflussung von Minderjährigen
Die Staatsanwaltschaft wirft den Vereinen laut dem Bericht von Anadolu vor, durch ihre Aktivitäten Minderjährige im Hinblick auf ihre sexuelle Orientierung und ihre Geschlechtsidentität zu beeinflussen. Bei den Razzien seien entsprechende Beweise gefunden worden.
Die Polizeieinsätze sollten den Angaben zufolge verhindern, dass die angeblichen Aktivitäten der Vereine in der Gesellschaft »als normal angesehen werden«, hieß es. Die Razzien standen laut der Staatsanwaltschaft unter dem Motto »Meine Familie ist in Sicherheit«.
Am Samstag wurden außerdem zahlreiche Social-Media-Accounts der betroffenen Vereine gesperrt, berichtete der Verein für Meinungsfreiheit İFÖD mit Sitz in Istanbul.


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