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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayAußenminister Wadephul fordert die rasche Aufstockung von Rohstofffonds für Seltene Erden. Deutschland und Europa müssten jetzt zugreifen.
Quelle: DIE ZEIT, dpa, jtr Aktualisiert am 3. Juli 2026, 23:55 Uhr
Nach seiner Südamerikareise hat sich Außenminister Johann Wadephul dafür ausgesprochen, den Rohstofffonds zur Unterstützung des Abbaus sogenannter Seltener Erden und kritischer Mineralien zügig aufzustocken. »China ist schon da, die Vereinigten Staaten von Amerika kommen gerade an«, sagte der CDU-Politiker nach einem Treffen mit seinem brasilianischen Kollegen Mauro Vieira in der Hauptstadt Brasília. »Deswegen dürfen wir jetzt nicht allzu lange in der Wartehalle bleiben, sondern müssen vorangehen.«
Mit dem Rohstofffonds will sich die Bundesregierung entweder direkt oder mit Garantien an Rohstoffabbauprojekten beteiligen, um deutschen Unternehmen alternative Lieferpartner zu ermöglichen und weniger abhängig vor allem von China zu werden. Der Fonds soll früheren Angaben zufolge ein Volumen von bis zu einer Milliarde Euro haben. Über den Fonds hat die staatliche Förderbank KfW bereits in erste Projekte investiert.
Brasilien ist für Deutschland wichtigster Handelspartner in Südamerika. China ist allerdings schon seit 2009 größter Handelspartner des südamerikanischen Landes. Zugleich gibt es in Brasilien große Vorkommen an kritischen Metallen und Mineralien, die für die Entwicklung von Zukunftstechnologien wie den erneuerbaren Energien und der Elektromobilität wichtig sind.
Wadephul sieht großes Potenzial im Handel mit Südamerika
Wadephul lobte als Fazit seiner Reise nach Südamerika das Mercosur-Freihandelsabkommen zwischen der EU und Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay als »Gamechanger«. Die Staaten »sehen jetzt eine große Chance in einer weiteren und engen Zusammenarbeit«, sagte er. Deutschland und Europa müssten jetzt zugreifen, verlangte Wadephul. Dazu gehöre, dass der Rohstofffonds entsprechend ausgestattet werden müsse.
Das Mercosur-Abkommen war Anfang Mai vorläufig in Kraft getreten. Durch den Abbau von Handelsbarrieren und Zöllen soll es den Austausch von Waren und Dienstleistungen ankurbeln.


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