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Russland droht EU-Diplomaten –Berlin bestellt Botschafter ein

1 week ago 11

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"Inakzeptable Eskalation"

Auswärtiges Amt bestellt russischen Botschafter ein

Aktualisiert am 26.05.2026 - 15:43 UhrLesedauer: 2 Min.

Ukraine-Krieg - KiewVergrößern des Bildes

Kiew nach einem russischen Angriff: Putins Truppen attackierten die ukrainische Hauptstadt zuletzt verschärft. (Quelle: Evgeniy Maloletka/AP/dpa/dpa-bilder)

Russland fordert Diplomaten auf, Kiew zu verlassen – und droht mit weiteren Angriffen. Das Auswärtige Amt bestellt daraufhin Russlands Botschafter ein.

Nach der Aufforderung Russlands an Ausländer und Diplomaten, die ukrainische Hauptstadt Kiew zu verlassen, hat das Auswärtige Amt den russischen Botschafter einbestellt. Man werde sich von Drohungen nicht einschüchtern lassen und die Ukraine weiterhin kraftvoll unterstützen, schrieb das Auswärtige Amt auf der Onlineplattform X. Es verwies dabei auf Angriffe auf Krankenhäuser, Schulen und deutsche TV-Studios.

Früher am Tag hatte bereits die EU den Geschäftsträger der russischen Botschaft in Brüssel einbestellt. Die russische "Drohung" sei eine "inakzeptable Eskalation", erklärte EU-Kommissionssprecherin Anitta Hipper auf X. Die diplomatischen Mitarbeiter der EU in der Ukraine würden in Kiew bleiben, fügte sie hinzu.

Russland hatte weitere Angriffe auf Kiew angekündigt und Ausländer daher zum Verlassen der Stadt aufgerufen. Brüssel fordere Russland auf, den Beschuss von Zivilisten zu beenden und einer "vollständigen und bedingungslosen Waffenruhe" zuzustimmen, schrieb Hipper. Russland solle "echte Friedensgespräche" aufnehmen.

Russland hatte über das Pfingstwochenende zahlreiche Drohnen und Raketen auf die Ukraine und insbesondere auf Kiew abgefeuert. Moskau setzte dabei auch die Hyperschallrakete Oreschnik ein, die nach Angaben aus Moskau mit Atomsprengköpfen bestückt werden kann. Die Ukraine meldete am Montag vier Todesopfer. Bei nächtlichen russischen Angriffen auf Kiew wurden am Wochenende auch das ARD-Studio sowie das Büro der Deutschen Welle (DW) massiv beschädigt und teilweise zerstört.

Russland hatte Ausländer und Diplomaten in Kiew am Montag aufgefordert, die ukrainische Hauptstadt angesichts bevorstehender neuerlicher Angriffe "so bald wie möglich" zu verlassen. "Die Angriffe werden sowohl auf Entscheidungszentren als auch auf Kommandoposten zielen", teilte das Außenministerium in Moskau mit. "Wir warnen ausländische Bürger, einschließlich des Personals diplomatischer Missionen und internationaler Organisationen", erklärte das Ministerium.

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