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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayProbleme bei der Rekrutierung
Jetzt nimmt der Kreml die nächste Gruppe ins Visier
05.07.2026 - 09:16 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein russischer Soldat bei der Ausbildung: Zuletzt wurden immer mehr Studierende angeworben. (Quelle: IMAGO/Stanislav Krasilnikov/imago)
In Russland gibt es immer wieder Probleme bei der Rekrutierung neuer Soldaten. Nun geraten die Universitäten in den Fokus.
Bei der Rekrutierung neuer Soldaten für den Einsatz in der Ukraine wirbt Russland neuerdings offenbar gezielt Studierende an. Seit Anfang des Jahres laufe eine Kampagne zur Rekrutierung junger Menschen von Universitäten und Hochschulen, berichtet die britische BBC.
Im Fokus stehen dabei offenbar Studierende mit Problemen im Studium oder der Absicht, ihr Studium ohnehin zu pausieren. Dabei gehe es insbesondere um die Drohneneinheiten. Demnach werde den Studierenden meist ein Einjahresvertrag angeboten, um in einem neuen Zweig des Militärs, den sogenannten "unbemannten Systemtruppen", zu dienen.
Ausgangspunkt war eine Ankündigung von Verteidigungsminister Andrei Beloussow, der im November 2025 erklärte, man wolle für die Drohnenstreitkräfte vermehrt versuchen, Rekruten unter 35 zu gewinnen, da diese gegenüber "neuen Technologien und Geschwindigkeiten" aufgeschlossener seien.
In der Folge startete laut BBC eine große Offensive an Universitäten. Bereits im Februar habe man Hinweise auf Rekrutierungsaktivitäten an mindestens 95 Universitäten und Hochschulen gefunden. Im April berichtete die Studierendenzeitung "Groza" von Rekrutierungsverträgen mit Studierenden von fast 270 Hochschulen. Dazu wird offenbar Druck auf die Universitäten gemacht, bestimmte Quoten zu erfüllen, berichtet die BBC.
Studierende erhalten Versprechen
Die Studierenden werden dagegen offenbar mit dem Versprechen auf die kurze, begrenzte Einsatzzeit von einem Jahr und einer Vergütung von fünf Millionen Rubel (rund 57.000 Euro), wie Flugblätter aus Moskau zeigen, die sich an Studierende richten. Außerdem verspricht die Regierung wohl zusätzliche Vorteile wie Einmalzahlungen, finanzierte Studienplätze, eine erleichterte Zulassung zu Aufbaustudiengängen oder eine bessere Unterkunft.
Zudem lockt die Armee laut BBC mit der Tätigkeit in der Drohneneinheit statt in der Infanterie. Dort könnten sie neben den höheren Zahlungen auch wertvolle technische Fähigkeiten erhalten, bevor sie zu ihrem Studium zurückkehren. Laut der Argumentation sei eine Tätigkeit als Drohnenpilot fernab der Frontlinie sicherer als andere Kampfeinsätze.
In der Realität ergibt sich allerdings ein anderes Bild. Drohnenpiloten sind aufgrund ihrer Bedeutung im Krieg zu relevanten Zielen auf dem Schlachtfeld geworden. Laut BBC starben mindestens 920 russische Drohnenpiloten seit Kriegsbeginn. Insbesondere seit 2024 stieg die Zahl deutlich an. Es gebe bei den bestätigten Verlusten keine großen Unterschiede zu den Artillerieeinheiten.
Zudem sei es nicht gesichert, dass die Studierenden überhaupt in der Drohneneinheit landen. So bewertet das Verteidigungsministerium die Eignung und kann die Rekruten auch in andere Einheiten stecken.


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