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Ukraine-Krieg aktuell: Russland greift Kiew mit Raketen an

10 hours ago 2

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Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Russland greift Kiew mit Raketen an


Aktualisiert am 15.06.2026 - 01:45 UhrLesedauer: 23 Min.

Rettungskräfte löschen ein Feuer in einem Wohnhaus, das nach einem russischen Angriff in Kiew zerstört wurde.Vergrößern des Bildes

Rettungskräfte löschen ein Feuer in einem Wohnhaus, das nach einem russischen Angriff in Kiew zerstört wurde. (Quelle: Evgeniy Maloletka/AP/dpa)

Kremlchef Putin und US-Präsident Trump haben telefoniert. Britische Streitkräfte haben wohl einen russischen Öltanker abgefangen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Montag, 15. Juni

Russland greift Kiew mit Raketen an

Die russische Armee hat die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Raketen angegriffen. In der Innenstadt waren in der Nacht zum Montag knapp zwei Dutzend Explosionen mutmaßlich von der Flugabwehr zu hören, wie ein Korrespondent der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge gab es in drei Stadtteilen Einschläge. Es kam demnach zu Stromausfällen. Zudem seien Brände ausgebrochen. Über mögliche Opfer wurde vorerst nichts bekannt.

Sonntag, 14. Juni

Putin gratuliert Trump zum Geburtstag

Kremlchef Putin hat US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat zum 80. Geburtstag gratuliert. Trump sei dabei erneut für eine Einstellung der Kampfhandlungen in der Ukraine eingetreten, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den außenpolitischen Berater des Kremls, Juri Uschakow. In dem Gespräch seien zudem der Iran-Krieg und die bilateralen Beziehungen besprochen worden.

Russen töten 73-Jährige mit Drohne

In der Südostukraine ist eine 73-jährige Frau durch eine ferngesteuerte russische Drohne getötet worden. Vier weitere Menschen seien bei dem Angriff auf ein Auto beim Dorf Bilenke verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des Gebiets Saporischschja, Iwan Fedorow, auf Telegram mit. Alle Insassen waren demnach über 70 Jahre. Bilenke liegt unweit des Westufers des Flusses Dnipro, der in dieser Region ukrainische und russische Truppen voneinander trennt.

Starmer: Streitkräfte fangen Öltanker der Schattenflotte ab

Großbritannien hat nach Angaben von Premierminister Keir Starmer einen Öltanker der sogenannten russischen Schattenflotte beim Versuch abgefangen, den Ärmelkanal zu durchqueren. Der Streitkräfte-Einsatz sei auf seine Anweisung hin in den frühen Morgenstunden erfolgt, teilt Starmer auf der Plattform X mit. Die erfolgreiche Operation versetze Russland einen weiteren Schlag.

In einer sechs Stunden dauernden Operation enterten Royal Marine Commandos und speziell ausgebildete Strafverfolgungsbeamte der National Crime Agency das Schiff, schreibt die BBC.

Russland betreibt eine "Schattenflotte" von Tankern mit undurchsichtigen Eigentümerstrukturen, um die gegen seine Ölexporte verhängten internationalen Sanktionen zu umgehen.

Russisches Chemiewerk nach Angriffen in Brand

Das Chemiewerk Azot in der russischen Stadt Novomoskowsk ist nach Berichten in sozialen Netzwerken in der Nacht zum 14. Juni in Brand geraten. Nach Angaben des unabhängigen Telegram-Kanals Exilenova Plus sei die Anlage nach Angriffen in Flammen aufgegangen. Eine offizielle Bestätigung steht bislang noch aus.

Das Werk liegt in der Region Tula rund 395 Kilometer von der Ukraine entfernt. Berichten zufolge ereigneten sich die Angriffe in der Nacht. Weitere Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten wurden zunächst nicht bekannt. Behörden sprachen von heruntergefallenen Drohnentrümmern, die das Werk beschädigten. Offiziell werden von russischer Seite erfolgreiche ukrainische Drohnenangriffe äußerst selten bestätigt.

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Samstag, 13. Juni

Selenskyj kündigt Reisen zu Gipfeln von G7, EU und Nato an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat für die kommenden Wochen intensive Gespräche mit den Partnerstaaten auf mehreren Gipfeltreffen angekündigt. Es gehe um neue Sanktionen gegen den Kriegsgegner Russland, mehr Unterstützung für die Ukraine und dabei besonders Flugabwehr und weitreichende Waffen, sagte der Staatschef in einer Videobotschaft. Kiew hofft zudem auf Fortschritte beim Abschluss von Abkommen, die Investitionen in die ukrainische Drohnenproduktion gegen die Lieferung fertiger Drohnen vorsehen.

Ausdrücklich nannte er dabei das Treffen der wirtschaftsstarken G7-Staaten in Frankreich zu Beginn der Woche und im Anschluss den EU-Gipfel in Brüssel. Zudem führte Selenskyj den Nato-Gipfel in der zweiten Juliwoche in der Türkei an.

Ukrainisches Akw Saporischschja wieder am Netz

Fast drei Tage nach einem Verlust der externen Stromversorgung durch einen Angriff ist das russisch kontrollierte Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine wieder ans Netz gegangen. Der Strom sei nach Reparaturen an einer Notstromleitung während einer lokalen Feuerpause wiederhergestellt worden, erklärte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien am Samstag im Onlinedienst X.

Der mittlerweile 19. Verlust der externen Stromversorgung des Kraftwerks seit Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022 war am Mittwoch durch einen Angriff auf ein Umspannwerk ausgelöst worden. Während des Ausfalls der externen Stromversorgung musste das Akw der IAEA zufolge auf Notstromdieselgeneratoren zurückgreifen, um die Kühlung seiner Reaktoren aufrechtzuerhalten.

"Mit einer Dauer von fast drei Tagen war dies einer der längsten derartigen Stromausfälle an der Anlage und unterstreicht die extreme Fragilität des Stromnetzes", erklärte die IAEA. Es sei kein Austritt von Radioaktivität festgestellt worden und die Strahlungswerte seien normal geblieben. Das Atomkraftwerk Saporischschja ist das größte Europas. Es befindet sich seit März 2022 in russischer Hand und liegt nahe der Front. Die sechs Reaktoren sind abgeschaltet, die Anlage braucht jedoch weiterhin Elektrizität für ihre Kühl- und Sicherheitssysteme.

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