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Selenskyj kündigt "unpopuläre" Gesetzentwürfe an
Aktualisiert am 16.09.2026 - 02:08 UhrLesedauer: 12 Min.

Wolodymyr Selenskyj: Der ukrainische Präsident berichtet von zwei russischen Versuchen, seine Maschine mit Drohnen anzugreifen. (Quelle: IMAGO/Ukraine Presidency/Ukrainian Pre/imago)
Die Drohne, die von Nato-Kampfjets abgeschossen wurde, war scharf. Der ukrainische Präsident bestätigt indes Anschlagsversuche auf sein Flugzeug. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Mittwoch, 16. September
Selenskyj kündigt "unpopuläre" Gesetzentwürfe an
Wolodymyr Selenskyj hat mehrere potenziell "unpopuläre" Gesetzentwürfe zum Stopfen des Milliardendefizits im Haushalt angekündigt. Der ukrainische Präsident erwähnte in seiner abendlichen Ansprache am Dienstag sieben nicht näher benannte Gesetzentwürfe, die zur "Finanzierung des staatlichen Haushaltsdefizits nötig" seien. "Einige Sachen mögen schwierig sein, unerfreulich und unpopulär", sagte er. "Aber ohne diese Dinge ist es derzeit unmöglich, den gesamten Bedarf unserer Verteidigung und die Widerstandskraft der Ukraine zu gewährleisten."
Das Defizit ergibt sich vor allem durch ein Minus von umgerechnet 23 Milliarden Euro im Verteidigungsbereich. Die Ukraine ist mit einer sich verschlechternden Wirtschaftslage konfrontiert. Russische Angriffe trafen unter anderem die Metallbranche und führten zu einem Rückgang bei den Agrarexporten. Das von Russland angegriffene Land ist stark auf finanzielle Unterstützung seiner westlichen Partner angewiesen.
Selenskyj will "in Kürze" am Rande der UN-Vollversammlung in New York den französischen Präsidenten Emmanuel Macron treffen, wie er im Onlinedienst X erklärte. Dies habe er mit Macron vereinbart. Mit dem französischen Staatschef habe er über mögliche Maßnahmen zur Beendigung des russischen Angriffskrieges gesprochen.
Ukraine meldet erfolgreichen Test neuer Drohnenabwehr-Waffe
Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj erfolgreich eine neue, selbst entwickelte Waffe zur Abwehr von Drohnen getestet. Bei einem Einsatz in der Nacht sei ein Treffer erzielt und eine Drohne vom Typ "Shahed" zerstört worden, sagte Selenskyj am Dienstag in seiner abendlichen Videoansprache. "Einige technische Details müssen jedoch noch verfeinert werden", erklärte er weiter. "Wir brauchen noch etwas mehr Zeit." Die Arbeit an weiteren Entwicklungen werde fortgesetzt.
Litauen: Abgeschossene Drohne hatte Sprengsatz
Eine über Litauen von Nato-Kampfjets abgeschossene Drohne war mit Sprengstoff bestückt. Dies teilte Verteidigungsminister Robertas Kaunas mit. Die Sprengladung sei von Spezialkräften entschärft worden, schrieb Kaunas auf Facebook. Die Drohne werde weiterhin untersucht und analysiert.
In Litauen wurde in der Nacht zu Dienstag ein unbemanntes Flugobjekt von italienischen Eurofightern über einem ländlichen Gebiet nahe dem Dorf Pratkunai vom Himmel geholt. Verletzte oder Schäden gab es nicht. Die Behörden hatten die Bevölkerung mehrerer Regionen des baltischen EU- und Nato-Landes zuvor über eine mögliche Bedrohung aus der Luft alarmiert.
Genauere Angaben zur Herkunft und zum Typ der abgeschossenen Drohne gab es zunächst nicht. Nach ersten Erkenntnissen flog die Drohne wahrscheinlich vom Gebiet von Belarus nach Litauen ein. Im Zuge des Ukraine-Krieges hat es bereits mehrere Vorfälle mit Drohnen in den baltischen Staaten gegeben.


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