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Ukraine-Krieg: Autobombe tötet russischen Soldaten – wegen Folter gesucht

4 hours ago 9

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Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Wegen Folter gesucht: Autobombe tötet russischen Soldaten


Aktualisiert am 04.10.2026 - 01:25 UhrLesedauer: 24 Min.

Der russische Soldat Roman Syromjatnikow ist bei einem Attentat ums Leben gekommen. Er wurde von der Ukraine wegen Folter gesucht.Vergrößern des Bildes

Der russische Soldat Roman Syromjatnikow ist bei einem Attentat ums Leben gekommen. Er wurde von der Ukraine wegen Folter gesucht. (Quelle: Myrotvorets)

Präsident Selenskyj kündigt eine härtere Reaktion gegen Russland an. Ein russischer Soldat stirbt nach Explosion einer Autobombe. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Sonntag, 4. Oktober

ISW: Putins Einschätzungen wie Halluzinationen

Russland hat laut einer Analyse des US-Instituts für Kriegsstudien (ISW) im September mehr Gelände in der Ukraine verloren als gewonnen. Der Verlust betrage rund 81 Quadratkilometer, teilte das Institut auf der Plattform X mit. Die Behauptungen von Kremlchef Wladimir Putin über russische Geländegewinne an der Front im September seien so weit von der Realität entfernt, "dass sie wie Halluzinationen anmuten".

Das ISW könne nicht beurteilen, ob Putin wisse, dass die von ihm präsentierten Zahlen falsch seien, hieß es weiter. Es könne auch sein, dass er "fiktive Angaben zur Lage an der Front" übernehme. Die "Kultur des Lügens" sei in der russischen Militärführung tief verwurzelt. Putin behauptete demnach, die russischen Streitkräfte hätten im September mehr als 1.300 Quadratkilometer erobert.

Gesucht wegen Folterungen: Autobombe tötet russischen Soldaten

In der russischen Stadt Novomoskowsk in der Region Tula ist am Freitag ein Auto mit einem russischen Militärangehörigen an Bord explodiert. Das berichtet der Monitoring-Kanal Exilenova+ auf Telegram. Demnach wurden Straßen im Umfeld über längere Zeit gesperrt, Sicherheitskräfte arbeiteten an dem Fahrzeug.

Später meldete der Telegram-Kanal VChK-OGPU, bei der Explosion sei der russische Militärangehörige Roman Syromyatnikov ums Leben gekommen. Er habe gegen die Ukraine gekämpft, als Angehöriger einer Luftsturmkompanie des 51. Regiments der 106. Division. Zudem sei er von der Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine zur Fahndung ausgeschrieben gewesen.

Auf der unabhängigen ukrainischen Nichtregierungs-Webseite Myrotvorets, die Daten zu mutmaßlichen russischen Kriegsverbrechern sammelt, wird Syromyatnikov beschuldigt, an der Folter ukrainischer Kriegsgefangener in der Strafkolonie Nr. 1 in der Region Tula beteiligt gewesen zu sein. In dem dort veröffentlichten Profil wird ihm "außergewöhnliche Grausamkeit und Sadismus" zugeschrieben.

Auch ein lokales Medienportal bestätigte den Tod Syromyatnikovs. In einem Nachruf wurde er als Teilnehmer am Krieg gegen die Ukraine beschrieben, außerdem als Lehrer und Schriftsteller, der sich "aktiv an der patriotischen Erziehung der Jugend beteiligt" habe.

Samstag, 3. Oktober

Kiew reagiert im Ukraine-Krieg mit Angriffen auf Putins Ölindustrie

Die Ukraine will ihre Angriffe auf russische Ölraffinerien verstärken. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, Kiew reagiere damit auf eine neue russische Strategie, die im Ukraine-Krieg darauf abziele, durch Angriffe auf Infrastruktur Menschen aus Kiew und anderen Städten zu vertreiben. Zivile Ziele sollen jedoch ausdrücklich nicht angegriffen werden.

Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten sollen Geheimdienstunterlagen zeigen, dass Putin für den Winter eine "neue Doktrin“ für Angriffe auf ein breiteres Spektrum ziviler Ziele erlassen habe. Demnach könnten unter anderem Straßen, Schulen und Krankenhäuser im Verlauf von Russlands Angriffskrieg stärker ins Visier genommen werden.

Selenskyj sagte zudem, er sehe aufgrund der Angriffe auf die Energieinfrastruktur derzeit keine Anzeichen dafür, dass Putin an Friedensgesprächen oder einem Waffenstillstand im Krieg in der Ukraine interessiert sei. Gleichzeitig erklärte er, er sei bereit, Putin bei einem G20-Gipfel in Miami zu treffen. Die USA bemühen sich aktuell um eine Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Krieges.

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