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Ukraine-Krieg: Kiew greift Moskau offenbar mit mehr als 400 Drohnen an

2 weeks ago 6

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Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Ukraine greift Moskau offenbar mit mehr als 400 Drohnen an


Aktualisiert am 07.07.2026 - 08:23 UhrLesedauer: 7 Min.

DrohneVergrößern des Bildes

Die Ukraine greift Moskau weiter mit Drohnen an. (Archivbild) (Quelle: Efrem Lukatsky/AP/dpa/dpa-bilder)

Russischer Luftangriff fordert über 20 Todesopfer. Das Vereinigte Königreich nimmt sich russische Forscher zur Brust. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Dienstag, 7. Juli

Moskau offenbar von Hunderten ukrainischen Drohnen ins Visier genommen

Die ukrainische Armee hat nach russischen Angaben Moskau mit mehr als 400 Drohnen ins Visier genommen. In der Nacht zum Dienstag seien von der Ukraine rund 430 Drohnen Richtung Moskau gestartet worden, erklärte der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin, am Morgen in Online-Netzwerken. "Die meisten wurden von der Luftabwehr bereits in großer Entfernung neutralisiert. 36 feindliche Drohnen wurden beim Anflug auf Moskau zerstört." Schäden meldete er nicht, die Flughäfen der Hauptstadt waren aber stundenlang gesperrt.

Vonseiten des Verteidigungsministeriums in Moskau hieß es, 452 unbemannte Flugobjekte seien über 17 russischen Regionen abgefangen worden. Schäden meldeten unter anderem die grenznahe Region Belgorod und das Industriegebiet Kaluga südwestlich von Moskau. Die Informationen können nicht unabhängig bestätigt werden. Kiew äußerte sich zunächst nicht.

In der westrussischen Stadt Belgorod ist Medienberichten zufolge derweil eine zu Gazprom gehörende Röhrenfabrik in Flammen aufgegangen. Der amtierende Gouverneur der Region, Alexander Schuschajew, schrieb von einem Raketenangriff, nach dem ein Feuer in einem nicht näher benannten Infrastrukturobjekt ausgebrochen sei. Bei dem Angriff sei ein Mensch ums Leben gekommen.

Montag, 6. Juli

Chemiewaffen: Vereinigtes Königreich geht gegen Russen vor

Weil sie an der Entwicklung tödlicher Chemiewaffen beteiligt gewesen sein sollen, hat Großbritannien mehrere russische Wissenschaftler und Forschungseinrichtungen mit Sanktionen belegt. Wie das britische Außenministerium am Montag mitteilte, richten sich die Maßnahmen gegen sieben Einzelpersonen und zwei Institute. London beschuldigt sie, Gifte hergestellt zu haben, die bei den Anschlägen auf den früheren russischen Doppelagenten Sergei Skripal und dessen Tochter 2018 und den Kreml-Kritiker Alexej Nawalny 2024 eingesetzt worden seien.

Betroffen von den Sanktionen sind das staatliche Forschungsinstitut SC Signal und das staatliche Forschungsinstitut für Militärmedizin GNIII VM. Ferner richten sich die Strafmaßnahmen gegen Direktoren und technische Spezialisten der beiden Institute.

Nawalny war in einer Strafkolonie in Sibirien zu Tode gekommen. Deutschland, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Schweden beschuldigten Russland im vergangenen Februar nach einer Untersuchung von Gewebeproben, ihn mit einem "seltenen Giftstoff" namens Epibatidin vergiftet zu haben. Die Skripals überlebten, bei dem Anschlag mit dem Nervengift Nowitschok in England starb aber eine unbeteiligte britische Frau. Die britische Außenministerin Yvette Cooper erklärte zu den Sanktionen, die "wiederholte Verwendung chemischer Waffen durch Russland" sei "ein abscheulicher Verstoß gegen das Völkerrecht und eine direkte Bedrohung für die globale Sicherheit".

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