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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayNewsblog zum Krieg in der Ukraine
Ukraine zerstört wichtige Brücke nach Mariupol
Aktualisiert am 01.07.2026 - 12:05 UhrLesedauer: 12 Min.

Die zerstörte Verbindung nach Mariupol. (Quelle: x.com/https://x.com/666_mancer/status/2072208138476958108)
Russland hat mehrere Tankstellen in frontnahen Gebieten angegriffen. Kiew kappt eine wichtige Nachschublinie für Putins Armee. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Mittwoch, 1. Juli
Wichtige Verbindung nach Mariupol unterbrochen
Die Ukraine hat eine Brücke auf einer Fernstraße zwischen den Großstädten Donezk und Mariupol im Südosten des Landes zerstört. Damit ist eine wichtige Straßenverbindung in dem von Russland besetzten Gebiet unterbrochen worden. "Unter anderem wurde eine Straßenbrücke über den Fluss Malyj Kaltschyk nahe Hranitne im Gebiet Donezk getroffen", teilte der Generalstab in Kiew mit. In sozialen Netzwerken veröffentlichte Bilder zeigten die Trümmer des Bauwerks im Flusstal, gut 20 Kilometer nördlich der Hafenstadt Mariupol.
Es existiert jedoch eine Umgehungsroute für den Straßenverkehr aus Richtung Norden in die Hafenstadt Mariupol am Asowschen Meer. Welche Waffe bei dem Angriff eingesetzt wurde, teilte das Militär nicht mit.
Den Angaben des Generalstabs zufolge wurde zudem eine Eisenbahnbrücke im Luhansker Gebiet und eine weitere für die Logistik wichtige Querung in der Region Donezk getroffen. Das ukrainische Militär greift seit mehreren Wochen systematisch Brücken im russisch besetzten Teil des Landes an, um die Logistik der russischen Armee zu stören.
Ukraine bittet EU um Freigabe von 6,6 Milliarden Euro für Militärhilfe
Die Ukraine bittet ihre Partner in der Europäischen Union, freie Mittel aus der Europäischen Friedensfazilität (EPF) in Höhe von 6,6 Milliarden Euro für die Militärhilfe bereitzustellen. Dies geht aus einem Brief von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hervor, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Der gesamte Verteidigungsbedarf der Ukraine wird in dem Schreiben für dieses Jahr auf rund 136 Milliarden Euro geschätzt, wovon der ukrainische Haushalt etwa 53 Milliarden Euro abdeckt.
Auch mit einer geplanten EU-Anleihe bleibt demnach eine erhebliche Finanzierungslücke. Die EPF ist ein Fonds, der bereits 2021 neben dem regulären EU-Haushalt zur Unterstützung von Drittstaaten aufgelegt wurde und mittlerweile vor allem der Hilfe für die Ukraine dient.
Bundesregierung warnt vor Reisen in ganz Russland
Das Auswärtige Amt hat seine Reisewarnung für Russland angesichts der verstärkten ukrainischen Drohnenangriffe massiv ausgeweitet. Gewarnt wird jetzt vor Reisen im ganzen Land, bisher galt dies nur für die an die Ukraine angrenzenden Gebiete.
Begründet wird dieser Schritt damit, dass in ganz Russland mit "erheblicher Gefährdung" durch Drohnen beziehungsweise Trümmerteilen von Drohnen zu rechnen sei. Für deutsche Staatsangehörige und deutsch-russische Doppelstaatler bestehe zudem die Gefahr willkürlicher Festnahmen.
Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass nun auch das Stadtgebiet und die weitere Umgebung von Moskau, die Umgebung von Sankt Petersburg sowie die Leningrader Oblast und andere Orte in Russland verstärkt Ziel massiver Drohnenangriffe seien. "Das Abwehrsystem um Moskau wurde zwar deutlich ausgebaut; dennoch ist es infolge von Drohnenangriffen bzw. aufgrund herabfallender Wrackteile zu teilweise erheblichen Schäden gekommen", heißt es in der Reisewarnung.
Russland beschießt Tankstellen in der Ukraine
Russische Luftangriffe haben im ukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk über Nacht fünf Tankstellen getroffen. Mehrere Brände seien ausgebrochen, teilte der Gouverneur des Gebiets, Olexander Hanscha, auf dem Messengerdienst Telegram mit. Eine Frau sei getötet worden, außerdem gebe es drei Verletzte.
In der Nacht zuvor waren Angriffe auf Tankstellen aus dem nördlichen Gebiet Sumy gemeldet worden. Der ukrainische Branchendienst Naftorynok hat seit April bereits mehr als 140 solche Attacken gezählt.
Sie wirken wie eine Antwort auf die zunehmende Treibstoffkrise in Russland – zunächst auf der besetzten Krim, dann auch in vielen anderen Regionen. In Russland ist das Benzin knapp geworden. Das Land, das den Krieg gegen die Ukraine begonnen hat, spürt die Folgen ukrainischer Angriffe auf Raffinerien und Versorgungswege. Russland, ein Großexporteur von Öl, führt deshalb nach Kreml-Angaben Gespräche über mögliche Treibstoffimporte.
Ökonomen: Russlands Wirtschaft in der Krise
Die russische Wirtschaft steckt aus Sicht von Ökonomen wegen hoher Zinsen, ukrainischer Angriffe und Internetsperren in einer Krise. Laut der jüngsten Prognose des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) stagniert das Wirtschaftswachstum dieses Jahr bei 0,6 Prozent – nach jeweils 4,9 Prozent und einem Prozent in den Jahren 2024 und 2025.
Schuld an der aktuellen Lage sei vor allem die zu restriktive Geldpolitik der Notenbank in Moskau, "die die Wirtschaft abwürgt", weil sie Kredite zu teuer mache, sagte wiiw-Russlandexperte Vasily Astrov. Die Investitionstätigkeit brach demnach im ersten Quartal um 14 Prozent ein.
Ukraine: Eine Tote bei russischem Angriff auf Tankstellen
Bei einem russischen Angriff auf Tankstellen in der südostukrainischen Region Dnipropetrowsk ist Behördenangaben zufolge eine Frau getötet worden. Drei weitere Menschen seien verletzt worden, teilt der Gouverneur der Region, Olexandr Hanscha, über den Messengerdienst Telegram mit.
Saab liefert der Ukraine 16 Kampfjets
Der schwedische Rüstungskonzern Saab unterzeichnet einen Vertrag zur Lieferung von 16 Kampfjets des Typs Gripen E an die Ukraine. Das Geschäft hat ein Volumen von rund 24,6 Milliarden schwedischen Kronen (2,54 Milliarden Dollar).


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