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Orgo-Life the new way to the future Advertising by Adpathway"Neue Phase des Krieges"
Experten sehen Ukraine jetzt klar im Vorteil
26.05.2026 - 16:50 UhrLesedauer: 5 Min.

Rauch über Kiew nach schweren russischen Luftangriffen am Sonntag: Der Ukraine gehen die Patriot-Raketen aus, doch an der Front läuft es besser für Kiews Truppen. (Quelle: Zoya Shu)
Nach schweren Angriffen am Wochenende kündigt Moskau weiteren Terror gegen die Ukraine an. Doch auf dem Schlachtfeld haben Kiews Truppen die Nase vorn.
Während sich Kiew noch von den schweren russischen Luftangriffen am Wochenende erholt, kündigt der Kreml schon die nächsten Schläge an. Die russischen Streitkräfte würden nun systematisch Entscheidungszentren in der ukrainischen Hauptstadt angreifen, kündigte Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Dienstag an – und rief westliche Länder auf, ihre Diplomaten aus Kiew abzuziehen. Doch die Drohung aus Moskau dürfte vor allem der psychologischen Kriegsführung dienen.
Denn rein militärisch sind die Kremltruppen zuletzt ins Hintertreffen geraten. An der Front machen die ukrainischen Truppen erstmals seit 2023 wieder nennenswerte Gebietsgewinne. Hinter den Frontlinien nehmen sie immer stärker die russische Logistik mit Drohnen ins Visier. Und im russischen Kernland vergeht kaum ein Tag, ohne dass eine Raffinerie in Brand geschossen wird. Russland wiederum verstärkt nun seine Terrorangriffe gegen zivile Ziele – und nutzt dabei die Schwäche der ukrainischen Luftverteidigung aus.
"Große Schwärme von Kamikaze-Drohnen"
So überzog Russland in der Nacht zu Sonntag das Kiewer Stadtgebiet mit 90 Raketen und mehr als 600 Drohnen. Zwei Menschen wurden bei dem Großangriff getötet, mindestens 83 weitere verletzt. Moskau rechtfertigte den Terrorangriff auf zivile Einrichtungen wie ein Einkaufszentrum, das Tschernobyl-Museum oder das ARD-Studio mit einem ukrainischen Angriff auf ein angebliches Studentenwohnheim in der besetzten Region Luhansk, bei dem angeblich 21 Unschuldige getötet wurden. Kiew dagegen sprach von einem Stützpunkt einer russischen Drohneneinheit.
Vom Ausmaß der Zerstörung her sei es der schwerste Angriff auf Kiew seit dem russischen Überfall im Februar 2022 gewesen, teilte der unabhängige Datenanalyst Cristian Vlas von der Organisation ACLED (Armed Conflict Location and Event Data Project) t-online mit. "Die russischen Angriffe vom Wochenende stechen heraus in ihrem Ausmaß und ihrem großflächigen Schaden", so Vlas. "Dabei hat Russland große Schwärme von Kamikaze-Drohnen mit ballistischen Raketen und luftgestützten Marschflugkörpern kombiniert, um die ukrainische Flugabwehr zu überlasten, der kaum noch Patriot-Raketen zur Verfügung stehen", erklärte der Militärexperte.
Ukraine entwickelt eigene Flugabwehr
Lange waren die von westlichen Verbündeten gelieferten Patriot-Systeme die beste Verteidigung der Ukraine gegen russische Raketen. Doch inzwischen ist der Bestand an Abfangraketen wohl weitgehend aufgebraucht, und die Lieferung von Nachschub ist ungewiss. Im jüngsten Nahostkrieg haben die USA und ihre Verbündeten so viele Patriots verfeuert, dass die US-Armee die Patriot-Produktion der kommenden Jahre größtenteils für sich beanspruchen dürfte.


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