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Trump spricht mit Musk – Starlink wohl weiter gedrosselt
Aktualisiert am 22.10.2026 - 20:58 UhrLesedauer: 17 Min.

SpaceX-Chef Elon Musk: Er soll persönlich die Starlink-Drosselung für die Ukraine angeordnet haben. (Quelle: Gonzalo Fuentes)
Kiew wartet weiter auf die Wiederherstellung des Satelliten-Internets. Polen hält möglicherweise Waffen für die Ukraine zurück. Alle Nachrichten im Newsblog.
Donnerstag, 22. Oktober
Trump spricht mit Musk – Starlink wohl weiter gedrosselt
Die Einschränkungen beim Starlink-Internetdienst für die Ukraine belastet weiter das Verhältnis zwischen Washington und Kiew. Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge telefonierte US-Präsident Donald Trump am Mittwoch mit Unternehmer Elon Musk, dessen Firma SpaceX das satellitengestützte Internet anbietet. In dem Gespräch soll Trump Musk gebeten haben, die Einschränkungen des Dienstes für die Ukraine aufzuheben.
Kiew beklagt seit einer Woche, dass die Verbindung zu den Starlink-Satelliten bei einer Geschwindigkeit von mehr als 160 Stundenkilometern abreißt – und damit den Einsatz von Kampfdrohnen an der Front erschwert. Zunächst schoben sich die US-Regierung und Musk gegenseitig die Schuld an den Starlink-Ausfällen zu. Übereinstimmenden US-Berichten zufolge soll Musk die Geschwindigkeitsdrosselung selbst veranlasst haben. Zu den Berichten geäußert haben sich aber weder Musk noch SpaceX.
Unklar ist, ob das Telefonat zwischen Trump und Musk am Mittwoch zur Aufhebung der Starlink-Drosselung in der Ukraine geführt hat. So berichtete die britische Zeitung "The Economist" am Donnerstag unter Berufung auf Quellen in der ukrainischen Armee, dass sich die Funktionen von Starlink normalisiert hätten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dagegen beklagte am Abend, dass die Geschwindigkeit noch nicht wiederhergestellt worden sei. Er hoffe auf Gespräche mit dem US-Außenminister in den kommenden Tagen, so Selenskyj.
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Vorwürfe gegen Polen – Ministerium reagiert
Polen soll die Lieferung eines großen Waffenpakets an die Ukraine vorerst gestoppt haben. Das berichtet das ukrainische Nachrichtenportal "RBC Ukraine" unter Berufung auf eine ungenannte Quelle. Auslöser sei ein Beschluss des Regionalrats von Lwiw, heißt es in dem Artikel. Die Abgeordneten in der westukrainischen Stadt hatten am Dienstag dafür gestimmt, 2027 zum Jahr der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA), ihres Kommandeurs Roman Schuchewytsch und des Politikers Oleh Olschytsch zu erklären.
Das Verteidigungsministerium in Warschau weist den Bericht entschieden zurück. Auf Anfrage der polnischen Zeitung "Fakt" erklärte Ministeriumssprecher Janusz Sejmej, die Information sei falsch. Polen stehe weiterhin an der Seite der Ukraine, es werde keine Waffenlieferung zurückgehalten.
Die UPA wird in Polen für die Massaker in Wolhynien verantwortlich gemacht, bei denen 1943 und 1944 Zehntausende polnische Zivilisten getötet wurden. Laut der Quelle erfolgte die Abstimmung genau in dem Moment, als Warschau die Militärhilfe vorbereitete. Nun werde über Hintergrundkanäle intensiv daran gearbeitet, "ein Problem zu lösen, das aus dem Nichts geschaffen wurde".
Klitschko: Teile von U-Bahn-Brücke beschädigt
Bei einem Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind Teile einer U-Bahn-Brücke beschädigt worden. Betroffen sei die Südbrücke über den Fluss Dnipro, teilt Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit.
Toter bei Angriff auf Atomkraftwerk Saporischschja
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf das russisch besetzte Atomkraftwerk Saporischschja ist nach Angaben der dortigen Verwaltung ein Fahrer getötet worden. Die von Russland eingesetzte Verwaltung des größten europäischen Atomkraftwerks teilte mit, Busse mit Mitarbeitern seien zwei Tage in Folge angegriffen worden.
Die Angriffe seien gezielt und stellten eine direkte Bedrohung für das Personal dar. Eine ukrainische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Beide Seiten werfen sich seit der Besetzung des Kraftwerks durch russische Truppen im Februar 2022 gegenseitig vor, die Sicherheit der Anlage zu gefährden.
Strack-Zimmermann über Musk empört
Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Europaparlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), hat empört auf US-Medienberichte reagiert, wonach der Tech-Milliardär Elon Musk persönlich hinter der Drosselung des wichtigen Satelliten-Internetdienstes Starlink in der Ukraine stecken soll. Musk spiele sich auf als Herr über Leben und Tod, sagte Strack-Zimmermann den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). "Wie krank und verroht muss man sein?", fragte die FDP-Politikerin.
Zugleich forderte sie, dass Europa rasch eigene leistungsfähige Kommunikationssysteme aufbaut. "Auch wenn es nicht von jetzt auf gleich sein wird. Es ist unser Ziel, schnellstmöglich unabhängiger von der Technologie der USA zu werden. Tempo, Tempo, Tempo ist angesagt."
Ukraine: Mehr Suizide bei russischen Soldaten
In der ukrainischen Frontregion Huljajpole nahe Saporischschja häufen sich nach ukrainischen Militärangaben Fälle, in denen russische Infanteristen Suizid begehen. Sie versuchten, in kleinen Gruppen vorzurücken, und zwar ohne ausreichende Unterstützung, stabile Kommunikation und Evakuierungsmöglichkeiten, heißt es. Videos auf Telegram zeigen einen Soldaten, der offenbar verwundet ist und dann eine Handgranate zündet.


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