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Ukraine: Moskau attackiert Zug – Waren westliche Diplomaten das Ziel?

1 day ago 2

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Russische Attacke

Zug ändert Fahrplan – Entgingen westliche Diplomaten dem Tod?

14.09.2026 - 02:35 UhrLesedauer: 3 Min.

Ein Zug in der Ukraine wird wegen eines drohenden russischen Angriffs evakuiert. (Archivbild)Vergrößern des Bildes

Zugfenster (Archivbild): Ein Zug in der Ukraine wurde wegen eines drohenden russischen Angriffs evakuiert. (Quelle: Evgeniy Maloletka/AP/dpa)

Eine russische Drohne trifft einen Passagierzug in der Ukraine nahe der polnischen Grenze. Doch das eigentliche Ziel könnte ein anderer Zug gewesen sein.

Das russische Militär hat einen Personenzug in der ukrainischen Grenzregion zu Polen mit einer Kampfdrohne angegriffen und damit für Verstimmung in Warschau gesorgt. Die polnische Regierung warf Moskau eine Verschärfung des Konflikts vor, später erregte die ukrainische Bahngesellschaft Aufsehen, als sie spekulierte, dass möglicherweise ein anderer, mit westlichen Diplomaten besetzter Zug das Ziel des Angriffs war.

Polens Regierungschef Donald Tusk sagte bei einer Sitzung des Krisenstabs: "Die Eskalation von russischer Seite ist nun Realität geworden, und die Beispiele dafür rücken immer näher an unsere Grenze heran." Westliche Politiker sind bei ihren Reisen nach Kiew auf die Bahnverbindung von Polen in die Ukraine angewiesen – der Luftraum über dem Land ist gesperrt.

Am Sonntag war nach Angaben der ukrainischen Eisenbahn die Lokomotive des regulären Passagierzugs von Kiew nach Warschau beim Grenzbahnhof Jahodyn angegriffen worden. Die Passagiere wurden rechtzeitig evakuiert, niemand sei zu Schaden gekommen, hieß es.

Ukraine: Zug mit Diplomaten in der Nähe

Die ukrainische Eisenbahngesellschaft teilte am Abend mit, dass kurz vor dem Angriff ein Diplomatenzug am Bahnhof Jahodyn gehalten habe, an dessen Bord sich unter anderem Sicherheitsberater mehrerer EU-Mitglieder sowie ehemalige europäische Spitzenpolitiker, darunter der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson, befanden. Diese hatten tags zuvor an einer Konferenz in Kiew teilgenommen. In einem anderen Zug, der zum Angriffszeitpunkt am Bahnhof stand, habe sich der frühere CIA-Chef David Petraeus aufgehalten.

"Es ist durchaus denkbar, dass das Ziel dieser russischen Drohne auch der Diplomatenzug gewesen sein könnte, der im Rahmen der Anpassung der Fahrpläne in Echtzeit aufgrund der ständigen Gefahr russischer Angriffe früher als ursprünglich vorgesehen vom Bahnhof abgefahren war", schrieb die Bahngesellschaft auf dem Messengerdienst Telegram. Schließlich würden die Fahrpläne wegen des Kriegsgeschehens ständig angepasst.

Der britische Ex-Premier Johnson schrieb auf der Plattform X: "Ich weiß nicht, welche krude Logik Putin dazu bewogen hat, heute Morgen an der polnischen Grenze eine stillstehende ukrainische Lokomotive in die Luft zu jagen." Es sei genau "die Art von willkürlichem und sinnlosem Angriff", dem die Menschen in der Ukraine täglich ausgesetzt seien.

Grenzübergänge zeitweise evakuiert

Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte unter anderem Angriffe auf Objekte der Eisenbahninfrastruktur in der Westukraine. Diese würden den Transport von Militärgütern aus europäischen Ländern gewährleisten, hieß es. Die Angriffe seien im Tagesverlauf fortgesetzt worden.

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