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Nach Drohungen: Selenskyjs Top-Mann zu Gesprächen in Berlin
Aktualisiert am 26.05.2026 - 19:35 UhrLesedauer: 8 Min.

Rustem Umerow: Er gilt als Selenskyjs Top-Verhanlder. (Quelle: Wiktor Dabkowski/ZUMA Press Wire/dpa/dpa-bilder)
Russland überzieht das Hinterland der Ukraine mit schweren Angriffen. Selenskyjs Top-Verhandler ist in Berlin. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Dienstag, 26. Mai
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Nach Drohungen: Selenskyjs Top-Mann für Gespräche in Berlin
Der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umerow ist nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums am Dienstag in Berlin mit Vertretern der Bundesregierung zu sicherheitspolitischen Gesprächen zusammengekommen. Über den Besuch hatte zuerst "Politico" berichtet. Umerow habe sich unter anderem mit dem außen- und sicherheitspolitischen Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Günter Sautter, getroffen, hieß es in Kiew.
Demnach handelte es sich "nicht um ein Dringlichkeitstreffen", sondern um "routinemäßige, geplante Arbeit mit europäischen Kollegen". "Gestern war Brüssel, heute ist Berlin. Im Laufe der Woche folgen noch weitere Besuche in europäischen Hauptstädten", hieß es weiter. Die Gespräche finden in einer angespannten Lage statt: Russland hatte Kiew zuletzt massiv angegriffen und weitere Angriffe angekündigt. Das russische Außenministerium forderte ausländische Diplomaten und Staatsbürger auf, die ukrainische Hauptstadt zu verlassen. Die EU wies dies zurück. "Wir bleiben in Kiew. Wir bleiben an der Seite der Ukraine", sagte der EU-Botschafter in der Ukraine.
Bei dem Treffen am Dienstag in Berlin ging es laut Kiew um Sicherheitsfragen und den Verhandlungsprozess im Ukraine-Krieg. Thema war demnach auch die bilaterale Zusammenarbeit bei der Verteidigung – insbesondere hinsichtlich des Drohnen-Abkommens zwischen der Ukraine und Deutschland. Die Frage einer von Bundeskanzler Merz ins Spiel gebrachten "assoziierten Mitgliedschaft" der Ukraine in der EU sei indes nicht angesprochen worden.
Kreml droht Diplomaten – EU bestellt russischen Gesandten ein
Nach der russischen Aufforderung an Ausländer und Diplomaten zum Verlassen der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat die EU den Geschäftsträger der russischen Botschaft in Brüssel einbestellt. Diese russische "Drohung" sei eine "inakzeptable Eskalation", erklärte EU-Kommissionssprecherin Anitta Hipper am Dienstag im Onlinedienst X. Die diplomatischen Mitarbeiter der EU in der Ukraine würden in Kiew bleiben, fügte sie hinzu. Lesen Sie hier mehr dazu.
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Russland lockt Soldaten mit Schuldenerlass
Russland will neue Anreize schaffen, um weitere Soldaten für den Krieg gegen die Ukraine zu gewinnen. Präsident Wladimir Putin unterzeichnete ein Dekret, das neuen Rekruten und ihren Ehepartnern einen Schuldenerlass von bis zu zehn Millionen Rubel ermöglicht – umgerechnet rund 120.000 Euro. Voraussetzung ist, dass sie seit dem 1. Mai einen mindestens einjährigen Vertrag mit dem Verteidigungsministerium geschlossen haben.
Der Schuldenerlass gilt nur für Verbindlichkeiten, für die bereits vor dem 1. Mai ein rechtlicher Anspruch auf Eintreibung bestand. Zusätzlich verlängerte Putin die Pachtrechte für staatliches Land für Kämpfer in der Ukraine auf unbestimmte Zeit. Die Maßnahmen ergänzen bestehende Vergünstigungen wie hohe Prämien und bevorzugte Hochschulzulassungen, mit denen Moskau seine Truppen verstärken will.
Ukrainische Drohnen werden zum Problem für Nato-Staaten
Russland soll ukrainische Drohnenangriffe gezielt nutzen, um Spannungen zwischen Kiew und dessen engsten Nato-Verbündeten zu schüren. Das berichtet das Nachrichtenportal "Kyiv Independent". Demnach habe Moskau begonnen, ukrainische Langstreckendrohnen durch elektronische Störmaßnahmen umzuleiten – unter anderem in Richtung Finnland, Lettland und Estland. Mehrere baltische Regierungsvertreter und öffentliche Stimmen warnten demnach, weitere Vorfälle könnten die Unterstützung für die Ukraine in Ländern schwächen, die bislang zu Kiews wichtigsten Verbündeten zählen.
Nach russischen Großangriffen: USA wollen weiter im Ukraine-Krieg vermitteln
Nach den jüngsten russischen Großangriffen und Warnungen an ausländische Botschaften in Kiew hat US-Außenminister Marco Rubio erklärt, dass sein Land weiter im Ukraine-Krieg vermitteln wolle. "Jedes Mal, wenn man diese massiven Angriffe der einen oder anderen Seite sieht, ist dies eine mahnende Erinnerung daran, warum dies ein schrecklicher Krieg ist", sagte Rubio am Dienstag in Indien. "Er muss beendet werden."
"Die USA stehen bereit und sind gewillt, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um ein Ende dieses Krieges zu erleichtern – hoffentlich wird sich zu gegebener Zeit die Gelegenheit dazu ergeben", sagte Rubio nach einem Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow.
Russland meldet Abschuss von Flugkörpern über Region Leningrad
Die russische Luftabwehr schießt nach offiziellen Angaben Flugkörper ab, die auf die Region Leningrad zusteuern. Dies teilt der regionale Gouverneur Alexander Drosdenko über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Weitere Details nennt er zunächst nicht. In der Region im Nordwesten Russlands liegt unter anderem die Millionenmetropole St. Petersburg. Zudem befinden sich dort wichtige Hafenanlagen und Energieinfrastruktur wie Ölraffinerien.


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