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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayAktualisiert am 30.07.2026 - 16:15 UhrLesedauer: 4 Min.

Russland zielte mit seinen Angriffen nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau unter anderem auf Rüstungsbetrieb in der Ukraine. (Quelle: Mykola Tys/AP/dpa/dpa-bilder)
Moskau attackiert ukrainische Städte massiv mit Raketen. Die Flugabwehr ist überlastet, wie auch Präsident Selenskyj beklagt. Kiews Gegenschläge treffen Russland hart.
Bei neuen massiven Raketen- und Drohnenschlägen gegen ukrainische Städte hat Russland Tod und Zerstörung über das Land gebracht. Landesweit gab es in der Ukraine laut Behörden mindestens zehn Tote und Dutzende Verletzte. Auch die Stadt Lwiw (früher Lemberg) im Westen des Landes nahe der polnischen Grenze beklagte schwere Zerstörungen. Ein mutmaßlich von Russland abgefeuerter Marschflugkörper drang zudem in den polnischen Luftraum ein und stürzte in Polen ab, wie die Regierung in Warschau mitteilte. Damit verletzte Moskau den Angaben nach wie bei ähnlichen Fällen in der Vergangenheit einmal mehr den Luftraum eines Nato-Mitgliedstaates.
Russland habe mehr als 70 Marschflugkörper und ballistische Raketen eingesetzt, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj in den sozialen Netzwerken mit. "Hinzu kamen über 280 Angriffsdrohnen. Mehr als 260 Drohnen konnten zerstört werden", sagte er. "Dutzende gewöhnlicher Wohnhäuser, zivile Unternehmen und Infrastruktureinrichtungen wurden zerstört und beschädigt."
Selenskyj erhebt Vorwürfe gegen Verbündete
Kampfflugzeuge konnten nach Selenskyjs Darstellung eine beträchtliche Anzahl von Marschflugkörpern abschießen. Zugleich verwies der Präsident erneut auf den "kritischen Mangel" an Patriot-Raketen für die Luftabwehr. Er forderte die Verbündeten – wie zuletzt immer wieder – zur Lieferung der Waffen auf. "Verspätete Hilfe und Verzögerungen bei der Lieferung von Raketenabwehrsystemen führen genau zu solchen Zerstörungen und genau zu solchen Opfern, wie wir sie heute leider erleben."
Überraschend kam die nächtliche Angriffswelle indes nicht: Selenskyj hatte am Mittwoch vor einer unmittelbar bevorstehenden schweren Attacke Russlands aus der Luft gewarnt. Er berief sich dabei auf einen Lagebericht des ukrainischen Luftwaffenchefs.
Ausmaß der Schäden wird allmählich sichtbar
Das Ausmaß der Schäden wurde erst bei Tagesanbruch langsam klar. In einem Vorort der südukrainischen Stadt Krywyj Rih wurde laut Behörden das Wohnhaus einer Großfamilie von einer Rakete getroffen. Allein dort habe es sechs Tote gegeben, darunter zwei Kinder im Alter von fünf und zwölf Jahren, sowie acht Verletzte.
Aus der Hauptstadt Kiew und dem Gebiet Poltawa wurden zwei Todesopfer und ebenfalls zahlreiche Verletzte gemeldet. In Lwiw gebe es 30 Verletzte, teilte die Stadt mit. In Cherson im Süden der Ukraine traf laut Behörden eine Drohne ein Auto. Ein Mann und eine Frau starben demnach. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.
In zwei großen Wohnblöcken in Lwiw unweit der polnischen Grenze seien nach Raketentreffern Brände ausgebrochen, hieß es in den Berichten. Fotos zeigten riesige Löcher, die in den Gebäuden klafften – und Rettungskräfte, die unter Trümmern nach Überlebenden suchen. Auch in Kiew wurden den Angaben zufolge mehrere Gebäude getroffen, teils wohl von herabstürzenden Drohnen- und Raketentrümmern. Reporter sprachen von mehreren Explosionswellen im Laufe der Nacht.


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