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Trump verwendet Eintrittsgelder für Hauptstadt-Projekte
Aktualisiert am 04.06.2026 - 07:39 UhrLesedauer: 3 Min.

Arbeiter am Wasserbecken des Lincoln Memorials in Washington, D.C.: US-Präsident Donald Trump lässt es blau anstreichen. (Quelle: Julia Demaree Nikhinson/AP Photo/dpa)
Donald Trump lässt die US-Hauptstadt zum 250. Geburtstag der Nation aufwendig verschönern. Das Millionenprojekt geht zulasten anderer Landesteile.
Zum 250. Geburtstag der USA lässt US-Präsident Donald Trump die Hauptstadt verschönern. Jetzt zeigen Dokumente, woher er das Geld für die umstrittenen Renovierungsprojekte und Events nimmt. Wie die "Washington Post" und die "New York Times" berichten, zeigen interne Dokumente, dass Eintrittsgelder aus den Nationalparks verwendet werden.
Im Video | Trumps Gestaltungswut geht weiter
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Die Mittel aus Naturgebieten wie dem Yellowstone und dem Yosemite Nationalpark sollen unter anderem benutzt werden, um das Feuerwerk zum Geburtstag zu finanzieren. Es soll laut Bericht 1,6 Millionen US-Dollar (etwa 1.378.240 Euro) kosten und fünfmal so teuer sein wie bei vorherigen Geburtstagsfeiern. Außerdem sollen 76 Millionen US-Dollar für die Reparatur von Springbrunnen, unter anderem am Pool des Lincoln Memorials, aufgewendet werden.
Dabei benötigen die Nationalparks dringend die Eintrittsgelder. Laut "Washington Post" gibt es derzeit einen Finanzierungsstau von 24 Millionen US-Dollar für anstehende Infrastrukturmaßnahmen, Reparaturen und Renovierungen.
"So war das nicht gedacht", sagte Ed Stierli von der National Parks Conservation Association, einer Interessenvertretung für die Parks. "Es sollte nicht alles auf Kosten des gesamten Nationalparksystems auf einen einzigen Park konzentriert werden." Gemeint sind damit die öffentlichen Parks und Anlagen in Washington, D.C., für die keine Eintrittsgelder erhoben werden.
Stierli äußerte sich besorgt darüber, dass die Regierung in Washington, D.C., Bauarbeiten durchführe, ohne die Öffentlichkeit einzubeziehen oder für Transparenz zu sorgen, und ohne nachzuweisen, dass sie für die Aufträge zur Durchführung der Arbeiten mehrere Angebote eingeholt habe.
Trump-Sprecherin: Prüfen andere Finanzierung für Parks
Katie Martin, eine Sprecherin des US-Innenministeriums, erklärte, dass die Regierung andere Finanzierungsmechanismen prüfe, um die aufgeschobenen Instandhaltungsarbeiten zu bezahlen. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Taylor Rogers, erklärte in einer Stellungnahme, dass die Maßnahmen der Regierung dazu führen, dass Besucher und Anwohner zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder die lange vernachlässigten Parks und Springbrunnen genießen können. Unter Trump seien 20 Springbrunnen und 30 Statuen restauriert worden, sagte sie der "New York Times".


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