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USA greifen Ziele im Süden des Iran an | Krieg in Nahost

1 week ago 53

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Newsblog zum Krieg in Nahost

USA greifen Ziele im Iran an


Aktualisiert am 26.05.2026 - 01:48 UhrLesedauer: 17 Min.

US-Präsident Donald TrumpVergrößern des Bildes

Trump will das im Iran angereicherte Uran zerstören lassen. (Quelle: Alex Brandon/AP/dpa/dpa-bilder)

Im Iran sind Explosionen zu hören. Die US-Armee hat Ziele im Süden des Landes angegriffen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Dienstag, 25. Mai

USA greifen Ziele im Süden des Iran an

US-Streitkräfte greifen übereinstimmenden Medienberichten zufolge im Süden des Iran Ziele an. Es handele sich um Angriffe zur Selbstverteidigung, berichteten CNN, "New York Times" und der Sender Fox News unter Berufung auf das US-Zentralkommando (Centcom). Mit den Angriffen hätten US-Soldaten "vor Bedrohungen durch die iranischen Truppen geschützt" werden sollen. Dabei seien unter anderem Raketenabschussanlagen sowie iranische Boote beim Versuch, Minen zu verlegen, getroffen worden.

Trump: Angereichertes Uran des Iran wird zerstört werden

Das im Iran bereits angereicherte Uran soll nach den Worten von US-Präsident Donald Trump in den USA oder an einem anderen Ort zerstört werden. Entweder es werde "sofort" an die USA übergeben, um in die Vereinigten Staaten gebracht und dort zerstört zu werden, oder in Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Iran vor Ort oder andernorts zerstört, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Der Prozess solle von Atomenergie-Experten überwacht werden, meinte Trump - und verwies auf die "Atomenergie-Kommission". Unklar war zunächst, ob er damit eine US-Behörde oder möglicherweise die Internationale Atomenergie-Organisation IAEO mit Sitz in Wien meint.

Offen blieb auch, ob Trump einen aktuellen Stand aus Verhandlungen rund um ein mögliches Rahmenabkommen für ein Ende des Iran-Kriegs spiegelte – also ob es bislang nur eine Forderung ist, die die US-Regierung in den Gesprächen erhebt oder ob das ein bereits vereinbarter Bestandteil eines möglichen Friedensdeals sein könnte. Der Umgang mit etwa 400 Kilogramm an hoch angereichertem Uran Teherans ist ein zentraler Streitpunkt in den Verhandlungen. Am Wochenende hatte Trump angekündigt, dass ein Rahmenabkommen "weitgehend" ausgehandelt worden sei.

Mehrere Explosionen im Iran nahe Straße von Hormus

Außer in der iranischen Stadt Bandar Abbas sind iranischen Medienberichten zufolge auch in anderen Küstengebieten an der Straße von Hormus Explosionen zu hören. Die Ursachen seien unklar. Der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge waren in Bandar Abbas drei Detonationen zu hören. Die Agentur Fars meldet ähnliche Geräusche in der Nähe der Städte Sirik und Dschask an der strategisch wichtigen Meerenge.

Hisbollah meldet Angriffe auf Israel – Armee-Kasernen im Visier

Die libanesische Hisbollah-Miliz hat nach eigenen Angaben erneut mehrere Ziele in Israel angegriffen. Es seien im Norden des Nachbarlandes drei Armee-Kasernen und ein Militärstützpunkt ins Visier genommen worden, erklärte die Terrororganisation am Montagabend. Sie begründete ihre Angriffe mit "Verstößen gegen die Waffenruhe" durch Israel, das seinerseits eine Verstärkung der Angriffe im Libanon angekündigt hat.

Die Hisbollah führte ihre Angriffe nach eigenen Angaben am Montag gegen Mittag aus. Die Attacken auf die israelischen Militäreinrichtungen seien in kurzen Abständen erfolgt.

Eigentlich gilt zwischen Israel und dem Libanon seit Mitte April eine Waffenruhe. Zuvor war der Libanon Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen worden.

Montag, 25. Mai

Irans Präsident ordnet Freischaltung des Internets an

Irans Präsident Massud Peseschkian hat die Freischaltung des internationalen Internets angeordnet. Damit reagierte er auf eine Entscheidung eines "Sonderstabs", der zuvor mehrheitlich für die Wiederfreigabe gestimmt hatte. Laut Nachrichtenagentur Fars musste der Beschluss vor Inkrafttreten noch vom Präsidenten bestätigt werden. Ein konkretes Datum für die Entsperrung wurde bislang nicht genannt. Mitte Mai hatten iranische Medien jedoch über eine mögliche Freischaltung am 5. Juni berichtet.

Die Regierung hatte den Zugang zum weltweiten Internet seit Kriegsbeginn am 28. Februar nahezu vollständig blockiert. Seither konnten die rund 90 Millionen Iraner nur das sogenannte "nationale Internet" nutzen, in dem ausschließlich staatlich genehmigte Webseiten erreichbar sind.

Die Sperre hatte neben gesellschaftlichen auch erhebliche wirtschaftliche Folgen. Besonders betroffen waren die mehr als eine Million Online-Händler im Land, deren Einnahmen durch die Blockade massiv eingeschränkt wurden. Offiziell begründet der Staat die Abschaltung mit Sicherheitsbedenken. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass die Führung vor allem verhindern wollte, dass Berichte, Bilder und Videos über das tatsächliche Ausmaß der Kriegsschäden sowie über die Stimmung im Land in sozialen Medien verbreitet werden.

Netanjahu: "Wir befinden uns im Krieg mit der Hisbollah"

Israel befindet sich laut Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in einem "Krieg mit der Hisbollah". Die Angriffe würden verstärkt und die Intensität erhöht, kündigte Netanjahu auf Telegram an. Die Hisbollah-Miliz greife Israel mit verschiedenen Arten von Drohnen an, sagte Netanjahu weiter. Ein Spezialteam arbeite daran, dieses Problem zu lösen.

Nach Angaben des Ministerpräsidenten haben die israelischen Streitkräfte in den vergangenen Wochen mehr als 600 Kämpfer der Hisbollah-Miliz getötet. Netanjahu bezeichnete die Mitglieder der schiitischen Organisation als Terroristen. "Aber wir nehmen den Fuß nicht vom Gas", sagte Netanjahu. "Im Gegenteil, ich habe gesagt, man solle noch stärker aufs Gas drücken. Wir werden sie hart treffen."

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Die israelische Armee gab auf X bekannt, dass sie Ziele der Hisbollah-Miliz in der Bekaa-Ebene sowie anderen Landesteilen angegriffen habe. Zuvor hatte die Arme zwei weitere Drohnenangriffe der Hisbollah auf den Norden Israels gemeldet. Es habe keine Verletzten gegeben. Israelischen Presseberichten zufolge hat die Armee bislang keine Lösung gegen diese Drohnenangriffe gefunden.

Zwischen Israel und der Hisbollah gilt seit April 2026 eigentlich eine Waffenruhe. Die gegenseitigen Angriffe wurden jedoch nicht eingestellt. Israel verbleibt auch mit Truppen im Südlibanon. Die Hisbollah lehnt Verhandlungen mit Israel ab.

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