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USA wollen Kiew 500 Patriot-Flugabwehrraketen liefern | Ukraine-Krieg

2 days ago 12

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Newsblog zum Krieg in der Ukraine

US-Regierung genehmigt Patriot-Lieferung für Kiew


Aktualisiert am 30.10.2026 - 21:31 UhrLesedauer: 1 Min.

Wolodymyr Selenskyj vor einem Flugabwehrsystem PatriotVergrößern des Bildes

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor einem Patriot-Raketenwerfer: Kiew braucht dringend mehr Flugabwehrraketen. (Quelle: Jens Büttner/dpa/dpa-bilder)

Die Ukraine soll 500 Patriot-Raketen von den USA bekommen. Kiew setzt seine Angriffe auf Russlands Ölindustrie fort. Alle Nachrichten im Newsblog.

Wichtige Updates

Heute 19:07 Uhr

Selenskyj: Russland greift weiter den Energiesektor an

Heute 17:30 Uhr

Evakuierung aus Oleschky abgeschlossen

Heute 12:45 Uhr

Nach zwei Wochen Pause: Angriff auf russische Raffinerie

Gestern 21:43 Uhr

Selenskyj steht vor nächstem Problem

Gestern 15:10 Uhr

Viele Tote bei russischem Angriff auf Bahnhof

US-Regierung genehmigt Patriot-Lieferung für Kiew

Das US-Außenministerium hat den Verkauf von 500 Flugabwehrraketen vom Typ Patriot an die Ukraine genehmigt. Der Auftrag habe einen Wert von geschätzt 2,1 Milliarden Dollar und werde komplett von Verbündeten der Ukraine finanziert, teilte das Ministerium mit.

Nach US-Angaben beteiligen sich Deutschland, Kanada und Norwegen an den Kosten. Systeme vom Typ Patriot gelten als besonders wirksam bei der Abwehr ballistischer Raketen, die Russland in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine einsetzt.

Selenskyj: Russland greift weiter den Energiesektor an

Die russischen Streitkräfte setzen die Angriffe gegen den ukrainischen Energiesektor nach Regierungsangaben aus Kiew unvermindert fort. "Leider gibt es jeden Tag Treffer in der Energieinfrastruktur, sehr viele Schäden; die russische Operation gegen unsere Stromerzeugung, gegen unsere Netze und gegen die Stromverbindungen dauert an", sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Vielerorts seien die Notdienste im Einsatz, um die Versorgung wiederherzustellen.

Dennoch sorgten weitere russische Angriffe immer wieder für Unterbrechungen der Arbeiten sowie für neuen Stromausfall. "Die Russen haben keinen einzigen Schritt zur Deeskalation im Energiesektor unternommen", sagte Selenskyj.

Die Ukraine baue unterdessen ihre Kapazitäten für Fernangriffe ihrer Kampfdrohnen aus. "Russische Anlagen auf der Linie von der Jamal-Halbinsel bis tief nach Westsibirien hinein sind inzwischen in Reichweite unserer Fernkampfdrohnen", berichtete Selenskyj auf Facebook. Er kündigte zugleich den Ausbau dieser Fernkampfeinheiten an. "Die ukrainischen Fernkampf-Kapazitäten gehören zu den echten Garanten unserer Unabhängigkeit in diesem Krieg, und sie werden auch nach dem Krieg unsere langfristige Sicherheitsgarantie bleiben."

Evakuierung aus Oleschky abgeschlossen

Die von den USA vermittelte humanitäre Hilfsaktion für die russisch besetzte südukrainische Frontstadt Oleschky ist weitgehend abgeschlossen. "Gerade befinden wir uns in Armjansk und teilen die Fahrzeugkolonne auf", sagte die russische Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa in einer Videobotschaft bei Telegram. Ein Teil werde von der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim weiter in nicht besetzte Gebiete der Ukraine reisen. Die übrigen fahren nach Russland.

Lantratowa und ihr ukrainischer Kollege Dymtro Lubinez appellierten an First Lady Melania Trump, sich weiter für notleidende Menschen in Kriegszeiten einzusetzen. Es sei möglich, dass Aktionen wie die Rettung der Menschen aus der Frontstadt Oleschky und die Übergabe von Hilfsgütern wiederholt würden, sagten sie Journalisten. Lantratowa und Lubinez zeigten sich am Abend bei der Ankunft auf der Krim auch mit geretteten Kindern.

Die Russin dankte Melania Trump für die Vermittlung der Waffenruhe und für die Organisation des Prozesses. Es habe keine Zwischenfälle oder Störungen gegeben, sagte sie. "Auch denjenigen, die sich nicht angemeldet und sich kurzfristig entschieden haben, wurde die Möglichkeit zur Abreise gewährt", sagte sie. Die Ombudsleute Russlands und der Ukraine hätten gemeinsam den gesamten Prozess verfolgt. Es habe auch einen eigenen Transport für Haustiere gegeben.

Nach zwei Wochen Pause: Angriff auf russische Raffinerie


Nach einer rund zweiwöchigen Pause hat die Ukraine wieder eine russische Ölraffinerie angegriffen. Am frühen Freitagmorgen attackierten ukrainische Streitkräfte eine Anlage in Nowokuibyschewsk in der russischen Region Samara. Damit endete eine Unterbrechung der Angriffe, die vor dem Hintergrund wiederholter Forderungen von US-Präsident Donald Trump zustande gekommen war. Dieser hatte Kiew dazu gedrängt, Attacken auf russische Raffinerien einzustellen. 

Die Energiewaffenruhe stand in Zusammenhang mit den angespannten Beziehungen zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Die US-Regierung hatte die ukrainischen Angriffe wiederholt kritisiert – Trump machte sie für die hohen globalen Treibstoffpreise verantwortlich. Auch europäische Verbündete hatten Kiew geraten, mit weiteren Angriffen bis nach den US-Zwischenwahlen zu warten. 

Zusätzlicher Druck auf Kiew kam von SpaceX: Mitte Oktober drosselte das Unternehmen von Elon Musk die Geschwindigkeit der ukrainischen Militärversion seines Satelliteninternetdienstes Starlink. Der ukrainische Drohnenbetrieb kam dadurch zehn Tage lang zum Erliegen, während Russland seine Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur und Städte fortsetzt.  Selenskyj hatte erklärt, die Ukraine könne ihre Angriffe auf russische Raffinerien einstellen, wenn Moskau im Gegenzug seine Attacken auf die ukrainische Energieversorgung beende. Mit den Attacken auf Raffinerien will Kiew die Öleinnahmen schwächen, die Moskaus Angriffskrieg finanzieren.

Seit 75 Stunden: Waffenruhe ermöglicht Evakuierung aus Oleschky

Die Waffenruhe um die russisch besetzte südukrainische Frontstadt Oleschky hält für die Evakuierung ihrer Bewohner bereits seit mehr als 75 Stunden. "Es ist das erste Mal seit 2022, dass eine Waffenruhe an einem so großen Frontabschnitt hält", sagte der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seiner russischen Kollegin Jana Lantratowa in Armjansk. Für die Evakuierung stehen 25 Busse mit mehr als 750 Plätzen sowie neun Krankenwagen für Bettlägerige bereit. Auch Haustiere dürfen in Käfigen mitgenommen werden.

Nach Angaben Lantratowas kamen bei der Minenräumung ein russischer Soldat und ein weiterer Mensch ums Leben. An den Vorbereitungen waren demnach US-Bürger beteiligt. Journalisten aus der Ukraine, Russland und den USA beobachten den Prozess. Lubinez äußerte die Hoffnung, ähnliche humanitäre Aktionen auch an anderen Frontabschnitten umsetzen zu können. Zudem dankte er der US-First-Lady Melania Trump ausdrücklich für die Vermittlung der Waffenruhe.

Die örtlich begrenzte Waffenruhe gilt von Dienstag bis einschließlich Sonntag für Oleschky und Umgebung. Davon profitiert auch die gegenüberliegende Gebietshauptstadt Cherson. Sie soll Transporte ermöglichen, die ansonsten durch Drohnenangriffe und Minen verhindert werden. Oleschky wurde kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 besetzt. Seit dem Rückzug russischer Truppen aus Cherson im November desselben Jahres liegt die Stadt direkt an der Front. Die US-Regierung drängt insbesondere die Ukraine seit längerem zu Zugeständnissen für einen möglichen Friedensschluss.

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