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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayBayerns Ministerpräsident spricht nach der Wahl in Sachsen-Anhalt von einer »Zeitenwende«. Alexander Dobrindt sieht ein politisches Beben und will einen Politikwechsel.
Quelle: DIE ZEIT, AFP, dpa, edd Aktualisiert am 7. September 2026, 12:16 Uhr
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht nach der Wahl in Sachsen-Anhalt die AfD in der Verantwortung. Die Partei habe laut Wahlergebnis den Auftrag zur Regierungsbildung bekommen. Nun müsse abgewartet werden, was sie daraus mache. »Ich bin fest überzeugt, dass die AfD (...) kein Konzept hat, unser Land aus Krisen zu führen«, sagte Söder weiter. Er fügte hinzu, dass er sowohl die sogenannte Brandmauer als auch eine Kooperation mit der gesichert rechtsextremistischen Partei für falsch halte. Die AfD müsse stattdessen inhaltlich gestellt werden.
Den Wahlsieg der gesichert rechtsradikalen Partei bezeichnete Söder als »Zeitenwende« und »wuchtiges Votum«. Mit Blick auf die Lage in Bayern rief er die CSU zum Kampf gegen die AfD auf. »Ich werde Bayern nicht der AfD überlassen«, versprach er.
»Sachsen-Anhalt hat ein politisches Beben erlebt«
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) kommentierte den Sieg der AfD auf dem Volksfest mit den Worten: »Sachsen-Anhalt hat ein politisches Beben erlebt.« Nicht jeder Wähler sei ein Radikaler, stattdessen hätten Sorgen, Ängste und Frustrationen die Wahlentscheidungen der Menschen beeinflusst. Die CSU und die Union seien nun dafür verantwortlich, die politische Mitte der Gesellschaft wieder herzustellen. Dafür verlangte Dobrindt einen Politikwechsel. »Die Menschen wollen Entscheidungen, die Leistung wieder belohnen«, sagte er. Leistungsverweigerung müsse wieder Konsequenzen haben.
Konkret forderte er Entlastung für Handwerker und Selbstständige und eine Senkung der Energiekosten. Gleichzeitig sprach er sich gegen neue Sozialleistungen und stärkere Umverteilung aus. Zudem seien die Themen Migration und Sicherheit entscheidend für die Zukunft Deutschlands.
Politik in Bierzeltatmosphäre
Der Frühschoppen beim Gillamoos-Volksfest im niederbayerischen Abensberg ist nach dem politischen Aschermittwoch die zweite große politische Veranstaltung im Jahr in Bayern, bei der Politiker in Bierzeltatmosphäre betont rustikal auftreten.
Bei der SPD sprach der Bundestagsabgeordnete Hubertus Heil, auch die AfD mit Stephan Protschka und die Grünen mit Anton Hofreiter waren zu Gast. Bei den Freien Wählern war der Vorsitzende Hubert Aiwanger angekündigt.
Die AfD hatte in Sachsen-Anhalt bei der Landtagswahl am Sonntag mit 43,8 Prozent ein Rekordergebnis erzielt. Die bisher regierende CDU erhielt nur rund 17,2 Prozent der Stimmen.


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