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Orgo-Life the new way to the future Advertising by Adpathway"Sie können jemanden töten"
Auftragskiller angeboten? Video erschüttert britische Konservative
22.10.2026 - 11:44 UhrLesedauer: 2 Min.

Messer (Symbolbild): Eine Undercover-Recherche belastet einen früheren Kandidaten der britischen Konservativen. (Quelle: Paul Zinken/dpa/dpa-bilder)
Ein ehemaliger Kandidat der britischen Konservativen soll einem verdeckten Reporter angeboten haben, Gewalttäter und Auftragsmörder zu vermitteln. Nach Veröffentlichung der Aufnahmen zieht seine Partei Konsequenzen.
Die britischen Konservativen haben einen früheren Kommunalwahlkandidaten suspendiert, nachdem dieser einem Undercover-Journalisten offenbar die Dienste von Auftragsmördern angeboten hatte. Das geht aus einer Recherche des Nachrichtensenders Al Jazeera hervor. Die schottische Polizei prüft inzwischen, ob strafbare Handlungen vorliegen.
"Sie können jemanden erschießen. Sie können jemanden töten", soll der ehemalige Tory-Kandidat Jack Ross dem verdeckt recherchierenden Journalisten erklärt haben. Zuvor hatte er laut den heimlich aufgezeichneten Gesprächen verschiedene Formen körperlicher Gewalt beschrieben, die sich gegen Bezahlung organisieren ließen. Diese reichten von Schlägen über Messerangriffe bis hin zu Mord.
Ross ist Geschäftsführer der rechtsgerichteten Organisation Turning Point UK und kandidierte 2023 für die Conservative Party bei einer Kommunalwahl. Die Gruppe ist ein britischer Ableger der amerikanischen Organisation Turning Point USA, die vom inzwischen getöteten konservativen Aktivisten Charlie Kirk mitgegründet wurde.
Undercover-Reporter treffen mutmaßlichen Auftragsmörder
Die Aufnahmen stammen aus einer mehrjährigen Undercover-Recherche des Nachrichtensenders Al Jazeera. Um Ross' Aussagen zu überprüfen, schilderten die Journalisten ihm einen erfundenen geschäftlichen Konflikt: Eine kriminelle Gruppe wolle das Unternehmen eines verstorbenen Onkels übernehmen. Ross erklärte daraufhin, er könne entsprechende Kontakte vermitteln.
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Er stellte den Journalisten Allan Nesbitt aus Glasgow vor. Der mehrfach vorbestrafte Mann soll Verbindungen zur nordirischen paramilitärischen Organisation Ulster Volunteer Force (UVF) haben, die in Großbritannien als Terrororganisation verboten ist.
Bei einem anschließenden Treffen in einem Londoner Hotel erklärte Nesbitt den Reportern laut Al Jazeera, er könne gegen Bezahlung eine Tötung organisieren. Dabei brachte er sowohl Messerangriffe als auch einen Unfall ins Gespräch, der wie eine Trunkenheitsfahrt aussehen könnte.
Die Recherche wirft zudem Fragen über die Verbindungen von Turning Point UK zur gewaltbereiten rechtsextremen Szene auf. Die Organisation beteiligt sich seit einiger Zeit verstärkt an Protesten gegen Migranten. Auf den Aufnahmen sollen Ross und weitere Funktionäre auch darüber gesprochen haben, Fußballhooligans für politische Aktionen einzusetzen.
Konservative suspendieren Ross
Ross weist die Vorwürfe zurück. Gegenüber Al Jazeera bestritt er die Ergebnisse der Recherche vollständig und erklärte, seine Äußerungen gegenüber dem Undercover-Journalisten seien nicht ernst gemeint gewesen.
Die Conservative Party zog dennoch Konsequenzen. Seine Parteimitgliedschaft sei mit sofortiger Wirkung bis zum Abschluss einer Untersuchung suspendiert worden, erklärte ein Sprecher dem britischen "Guardian". Auch die schottische Polizei befasst sich mit dem Fall. Sie bestätigte, die Dokumentation zu kennen und auf mögliche Straftaten zu prüfen.


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