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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayDie israelische Armee soll weiter in den Südlibanon vorrücken. Premier Netanjahu hat eine Ausweitung der militärischen Kontrolle entlang der Grenze angeordnet.
29. März 2026, 21:42 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP, AP, skö
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat das Militär nach eigenen Angaben angewiesen, die sogenannte Pufferzone im Libanon weiter auszudehnen. Das sagte Israels Regierungschef in einer Videoansprache. Netanjahu bezeichnet das von Israel kontrollierte Gebiet im Südlibanon entlang der Grenze zu Israel als "Sicherheitsstreifen". Nach libanesischen Angaben rückt die israelische Armee mit Bodentruppen immer weiter im Süden des Landes vor.
Die Truppen seien acht Kilometer weit von der Grenze ins Landesinnere vorgedrungen, sagte der libanesische Verteidigungsminister Michel Menassa vor wenigen Tagen. Viele Libanesen befürchten eine groß angelegte Bodeninvasion Israels mit anschließender Besatzung im Süden.
Netanjahu begründete das weitere Vordringen in den Libanon mit einer Verbesserung der Sicherheitslage an der nördlichen Grenze Israels. "Wir sind entschlossen, die Situation im Norden grundlegend zu verändern", sagte er bei einem Besuch in Nordisrael. "Die Hisbollah verfügt noch immer über die Fähigkeit, Raketen auf uns abzufeuern." Das solle verhindert werden.
Mehr als 1.200 Tote im Libanon
In dem erneut aufgeflammten Konflikt zwischen Israel und der Terrormiliz Hisbollah im Libanon wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums seit dem 2. März mehr als 1.200 Menschen getötet. Mehr als 3.500 weitere Menschen wurden demnach verletzt.
Die proiranische Miliz verübt seither Luftangriffe auf israelisches Staatsgebiet. Israel beschießt seinerseits Ziele im Libanon und rückte inzwischen auch mit Bodentruppen auf libanesisches Territorium im Grenzgebiet vor. Mehr als eine Million Menschen sind nach UN-Angaben seit Anfang März wegen der Angriffe innerhalb des Libanon geflüchtet.
Netanjahu hatte bereits zuvor die Einrichtung einer "größeren Pufferzone" angekündigt mit dem Ziel, die Hisbollah weiter nach Norden zu drängen. Während eines Besuchs bei Soldaten sagte Netanjahu, die Hisbollah verfüge zwar noch über "Restkapazitäten" zum Abfeuern von Raketen auf Israel. Die Miliz sei aber von den israelischen Streitkräften schwer getroffen worden. Israel hatte den südlichen Libanon 18 Jahre lang bis zum Jahr 2000 besetzt.


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