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Lori Chavez-DeRemer: Trump-Arbeitsministerin reihte Skandal an Skandal

1 month ago 13

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Trumps Arbeitsministerin tritt zurück

"Sie hat die Zeichen der Zeit offenbar erkannt"


Aktualisiert am 21.04.2026 - 10:03 UhrLesedauer: 3 Min.

Die Republikanerin Lori Chavez-DeRemer im US-Kapitol.Vergrößern des Bildes

Die Republikanerin Lori Chavez-DeRemer im US-Kapitol. (Quelle: Evelyn Hockstein/Reuters)

Die US-Arbeitsministerin Chavez-DeRemer verlässt Trumps Kabinett. Ihr werden zahlreiche Verfehlungen vorgeworfen. Doch sie hat bereits einen neuen Job.

Als dritte Ministerin binnen sieben Wochen verlässt US-Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer die Regierung von Präsident Donald Trump. Sie werde einen Posten im Privatsektor übernehmen, teilte der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, Steven Cheung, auf der Plattform X mit. Er lobte die "phänomenale" Arbeit der Ministerin. Ihr Stellvertreter Keith Sonderling soll demnach bis auf Weiteres kommissarisch die Geschäfte führen.

Chavez-DeRemers hatte in ihrer nur 13 Monate dauernden Amtszeit Skandal an Skandal gereiht. Wie unter anderem die "Washington Post" berichtete, geht es dabei unter anderem um mögliche Verstöße bei der Nutzung von Haushaltsmitteln und Vorwürfe unangemessenen Verhaltens im Amt.

Zudem sollen Aufsichtsbehörden Beschwerden über ein problematisches Arbeitsklima im Ministerium prüfen. Hintergrund sind Vorwürfe, sie selbst, ihre Mitarbeiter und Mitglieder ihrer Familie hätten routinemäßig persönliche Nachrichten und Bitten an junge Angestellte geschickt.

Die "New York Times" hatte in der vergangenen Woche berichtet, Chavez-DeRemer und ein ehemaliger stellvertretender Stabschef hätten Mitarbeiter in Textnachrichten aufgefordert, ihnen bei Dienstreisen des Ministeriums Wein zu bringen. Auch soll die Arbeitsministerin einige junge Mitarbeiterinnen aufgefordert haben, ihrem Ehemann und ihrem Vater "Aufmerksamkeit" zu schenken.

Drei Mitarbeiterinnen hätten zudem ein "feindliches Arbeitsumfeld" mit Vergeltungsmaßnahmen geschildert, berichteten die "New York Times" und die "New York Post". Ihr Ehemann erhielt Medienberichten zufolge ein Zutrittsverbot zum Ministerium in Washington, D.C., nachdem Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens gegenüber Beschäftigten aufgekommen waren. Demnach soll Shawn DeRemer mindestens zwei weibliche Ministeriumsangestellte unsittlich berührt haben.

Dass der Druck auch innerhalb des republikanischen Lagers auf Chavez-DeRemer zuletzt stark angewachsen und die Kritik aus den eigenen Reihen immer deutlicher geworden war, zeigt auch die Aussage des Republikaners John Neely Kennedy. Der konservative Senator aus dem US-Bundesstaat Louisiana sagte der "Washington Post" zum Rücktritt der Arbeitsministerin: "Ich denke, die Ministerin hat eine weise Entscheidung getroffen. Sie hat die Zeichen der Zeit offenbar erkannt".

Kampagne mit weißer Belegschaft

Chavez-DeRemer war eine ungewöhnliche Wahl im Kabinett II von Präsident Donald Trump, galt sie doch als eher moderate Republikanerin. Während ihrer Zeit als Abgeordnete im US-Bundesstaat Oregon pflegte sie ein ausgesprochen gutes Verhältnis zu den Gewerkschaften und warb für Gesetzesvorhaben über Parteigrenzen hinweg. Politisch wandte sie sich jedoch während ihrer kurzen Amtszeit von ihrer früheren Gewerkschaftsnähe ab und schuf als Arbeitsministerin ein unternehmerfreundliches Umfeld. So trieb sie etwa die Deregulierung des Arbeitsmarktes in den USA voran – ganz im Sinne des US-Präsidenten.

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