PROTECT YOURSELF with Orgo-Life® QUANTUM TECHNOLOGY
Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayAktualisiert am 27.09.2026 - 22:27 UhrLesedauer: 3 Min.

Die Ergebnisse der Teilwahl des Senats stärken Marine Le Pen den Rücken (Archivbild). (Quelle: Thibault Camus/AP/dpa/dpa-bilder)
Erstmals erreicht das Rassemblement National Fraktionsstärke. Welche Signalwirkung hat der Machtzuwachs kurz vor der französischen Präsidentschaftswahl?
Sieben Monate vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich hat das rechtsnationale Rassemblement National (RN) von Marine Le Pen bei der Teilwahl des Senats erstmals Fraktionsstärke erlangt. Das berichteten französische Medien auf Grundlage weitgehend definitiver Wahlergebnisse. Le Pen sprach am Abend von einem "historischen Sieg" und dem Erreichen eines wichtigen Meilensteins, noch bevor die vollständigen Resultate vorlagen. "Die Ergebnisse übertreffen alle unsere Erwartungen, der Durchbruch ist umfassend und bestätigt die zunehmende Verbreitung des Rassemblement National im gesamten Staatsgebiet."
Die Hälfte des Senats, des Oberhauses des französischen Parlaments, wurde am Sonntag neu gewählt. Zur Stimmabgabe waren rund 93.500 Kommunal- und Regionalpolitiker aufgerufen - die Senatorinnen und Senatoren werden nicht von der Bevölkerung direkt gewählt. Bisher ist die Parlamentskammer konservativ dominiert und es wurde erwartet, dass es bei der Teilwahl nicht zu grundlegenden Machtverschiebungen kommt.
Die konservativen Républicains waren mit 131 Mitgliedern bislang die mit Abstand größte Gruppe. Das Lager von Präsident Emmanuel Macron verfügte zuletzt über 19 Sitze im Senat. Das RN hatte bisher drei Sitze, mindestens zehn sind zur Bildung einer Fraktion nötig. Weitere Sitze erlangte das RN nun auch dank der Unterstützung durch die neue rechte Splitterpartei des früheren Républicains-Vorsitzenden Éric Ciotti, der seit Ende März Bürgermeister von Nizza ist. Als Fraktion erlangt das RN nun mehr Rechte im Senat, etwa bei der Redezeit, dem Stellen von Fragen an die Regierung und dem Bestimmen der Tagesordnung.
Wahlerfolg mit Signalwirkung
Der Machtzuwachs des rechten RN hat kurz vor der Präsidentschaftswahl, bei der Le Pen selbst als Kandidatin mit Erfolgsaussichten ins Rennen gehen will, vor allem Signalwirkung. In den vergangenen Jahren hat die früher als rechtsextrem ausgegrenzte Partei sich um einen nach außen moderateren Ton bemüht und sich für breitere Bevölkerungsschichten wählbar gemacht. Seit der Parlamentswahl 2024 stellt das RN die größte Fraktion in der Nationalversammlung. Die Ergebnisse der Senatswahl stärken Le Pen und ihrer Partei auf jeden Fall den Rücken.
Wie die Chancen stehen, dass die Tochter von Parteigründer Jean-Marie Le Pen im kommenden Frühjahr tatsächlich zur Präsidentin gewählt wird, hängt sehr entscheidend auch davon ab, wer für die anderen politischen Lager ins Rennen geht. Diese aber haben sich noch nicht klar sortiert - bis auf Frankreichs Linkspartei, für die erneut deren Anführer Jean-Luc Mélenchon kandidiert. Le Pens Chancen, in die Stichwahl einzuziehen, sind aber recht gut. In den Umfragen liegt sie seit Monaten mit über 30 Prozent deutlich vorne.


2 hours ago
5














English (US) ·
French (CA) ·
French (FR) ·