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News zum Ukraine-Krieg: Vorstoß im Süden bringt Russlands Pläne ins Wanken

2 months ago 22

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In der Stadt Krywyj Rih wurden nach Angaben der Regionalverwaltung bei einem morgendlichen Angriff auf ein Industrieunternehmen zwei Männer getötet. Zwei weitere Menschen wurden demnach verletzt. Nach dem Angriff seien Feuer ausgebrochen.

Gouverneur: Ukrainischer Drohnenangriff in Zentralrussland – Kind getötet

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der zentralrussischen Region Jaroslawl ist den Behörden zufolge ein Kind getötet worden. Drei weitere Menschen seien verletzt worden, teilt der Gouverneur der Region nordöstlich von Moskau, Michail Jewrajew, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Demnach wurden zudem mehrere Wohnhäuser
und ein Einzelhandelsgeschäft beschädigt. Das getötete Kind habe sich zum Zeitpunkt des Angriffs in einem der Wohnhäuser befunden. Seine Eltern seien in ernstem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert worden. Eine Bewohnerin eines Nachbarhauses sei ebenfalls verletzt worden.

Die russische Flugabwehr habe bei dem Angriff mehr als 30 ukrainische Drohnen abgewehrt. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, in der Nacht seien landesweit 155 ukrainische Drohnen über mehreren russischen Regionen zerstört worden, darunter auch über der Region Moskau. Die Ukraine greift seit einiger Zeit in ihrem Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg mit weitreichenden Drohnen verstärkt auch Ziele tiefer in Russland an.

Experten: Ukraine bringt Russlands Pläne ins Wanken

Die Ukraine hat ihre Position im Süden des Landes zuletzt spürbar verbessert. Nach Angaben des Institute for the Study of War (ISW) konnten ukrainische Truppen seit Jahresbeginn mehrere Hundert Quadratkilometer zurückerobern. Die Geländegewinne sind demnach mehr als nur taktische Erfolge: Sie würden Russland dazu zwingen, Kräfte umzuschichten. Eliteeinheiten wurden laut ISW bereits aus der Region Donezk in den Süden verlegt, um die ukrainischen Vorstöße zu stoppen – damit fehle Personal an anderer Stelle der Front.

Besonders relevant ist das mit Blick auf die geplante russische Frühjahrsoffensive. Ziel der Kremltruppen ist der sogenannte "Festungsgürtel" in Donezk – eine Kette stark befestigter Städte. Doch genau hier könnten die ukrainischen Angriffe ihre größte Wirkung entfalten: Russland muss entscheiden, wo es seine begrenzten Ressourcen einsetzt.

Das ISW hält es für unwahrscheinlich, dass Russland den Festungsgürtel noch 2026 einnehmen kann, sondern spricht von einem mehrjährigen Aufwand. Schon in der Vergangenheit scheiterten entsprechende Versuche. Zudem zeigen die langen Kämpfe um kleinere Städte, wie schwierig urbane Offensiven für die russische Armee sind. Auch in Moskau selbst werden die Erwartungen gedämpft. Der Duma-Abgeordnete Andrei Kartapolow erklärte, es sei zu früh, von einer erfolgreichen Offensive zu sprechen. Die Kämpfe seien schwierig, insbesondere in stark befestigten Städten.

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