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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayDer neue Parteichef Jesse Klaver
Jesse Klaver, 39, gilt schon lange als Wunderkind der niederländischen Politik. Der Sohn eines Marokkaners und einer Niederländerin mit indonesischem Hintergrund wuchs weitgehend bei den Großeltern auf. 2010 zog Klaver erstmals für die Grünen ins niederländische Parlament ein. Da war er 24 Jahre alt.
Er führte die Grünen stramm nach links und stieg 2017 zum Spitzenkandidaten seiner Partei auf. "Jessias" nannten ihn damals die heimischen Medien in Anlehnung an seinen Vornamen. Es herrscht also eine gewisse Heilserwartung an die Politik – nicht nur in den Niederlanden.
Klaver setzte sich in der Führungsfrage der neuen Partei gegen den Sozialdemokraten und früheren EU-Vize Frans Timmermans durch. Der hatte das rot-grüne Listen-Bündnis im Vorjahr als Spitzkandidat in die Parlamentswahl geführt, war aber nur auf Rang vier gelandet. Timmermans hatte sich daraufhin aus der ersten Reihe der Politik zurückgezogen.
Der gemeinsame Gegner auf Rechtsaußen
Seit Jahren fischen Grüne und Sozialdemokraten in ähnlichen Wählermilieus: eher großstädtisch, akademisch gebildet und weltoffen. Nun bündeln sie ihre Kräfte mit dem Ziel, eine strategische Mehrheit gegen den Rechtspopulisten Geert Wilders zu bilden – und endlich wieder mitzuregieren.
Wilders hatte die Wahl im vergangenen Herbst überraschend verloren. Er setzt jetzt wieder auf radikale Opposition – und auf Social Media. "Sperriger Name" und "sehr elitär", hieß Wilders die neue Partei auf der Plattform X willkommen. Und er schimpfte: "Niemand nennt sich progressiv, kein Arbeiter, kein Angestellter."
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Doch will Rot-Grün sich künftig verstärkt um die traditionelle Wählerklientel kümmern: das klassische Arbeitermilieu, das in der Wohlfahrtspolitik von Gesundheit bis Mieten zwar auf einen starken Staat setzt, in polit-kulturellen Fragen von Genderstern bis Migration aber weniger aufgeschlossen ist, als das rot-grüne Milieu in Großstädten wie Amsterdam.


1 month ago
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