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Olympia-Bewerbung: NRW sagt Ja – eine Stadt scheitert

1 month ago 316

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1,4 Millionen Bürger stimmen ab

NRW sagt Ja zur Olympia-Bewerbung – eine Stadt scheitert


Aktualisiert am 20.04.2026 - 01:55 UhrLesedauer: 3 Min.

Bewerbung der Region Rhein-Ruhr um die Olympischen SpieleVergrößern des Bildes

Ministerpräsident Hendrik Wüst (M) freut sich über 1,4 Millionen Teilnehmer am Olympia-Votum. (Quelle: Christoph Reichwein/dpa/dpa-bilder)

Die Pläne für eine deutsche Olympia-Bewerbung erhalten einen weiteren Schub. In Nordrhein-Westfalen stimmt eine deutliche Mehrheit für das Projekt.

Die Olympia-Macher in Nordrhein-Westfalen haben bei den Bürgerentscheiden über eine Bewerbung für Sommerspiele eine klare Mehrheit erzielt. In 16 der 17 Städte stimmten laut Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) rund zwei Drittel für eine Kandidatur der Region "KölnRheinRuhr" für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044.

Auch die Kölner Bevölkerung hat aller Voraussicht nach grünes Licht für eine Bewerbung gegeben. Nach der Auszählung von 90 von 141 Bezirken bis 00 Uhr votierten 56,88 Prozent im Bürgerentscheid mit Ja. Das ist das knappste Ergebnis aller Städte. Köln soll als "Leading City" unter anderem ein temporäres Leichtathletikstadion und das Athletendorf beherbergen.

In 15 weiteren Kommunen – in denen die letzten Ergebnisse gegen 22.30 Uhr vorlagen – sprach sich jeweils eine Mehrheit erfolgreich für die Bewerbung aus. In Herten lag der Ja-Anteil zwar bei mehr als 70 Prozent, das notwendige Quorum wurde jedoch verfehlt. Damit scheidet Herten, wo gemeinsam mit Recklinghausen Mountainbike-Wettbewerbe geplant waren, vollständig aus der NRW-Bewerbung aus. Es soll aber ein Ersatzkonzept geben.

Insgesamt beteiligten sich rund 1,4 Millionen Menschen an der Abstimmung, das ist rund ein Drittel der Teilnahmeberechtigten.

Wüst: "Ich bin begeistert von diesen Ergebnissen"

"Ich bin begeistert von diesen Ergebnissen", sagte Wüst schon vor dem Ende der Auszählung. NRW hat damit als zweiter nationaler Bewerber nach München die Rückendeckung der Bürger erhalten. Hamburg stimmt Ende Mai ab, Berlin verzichtet auf einen solchen Entscheid.

Ebenfalls am Sonntag verkündete Kiel, dass 63,5 Prozent der Stimmberechtigten bei einem Bürgerentscheid für die Pläne der Stadt als Segelstandort einer möglichen deutschen Bewerbung votierten. "Das ist für den Sport und für dieses Land insgesamt gut. Das ist genau diese Bewegung, die wir brauchen", sagte Otto Fricke, Vorstandschef des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), dem WDR zum Ja aus NRW und Kiel.

Kölns Oberbürgermeister: Nun Kritiker überzeugen

Kritik kam vom Bündnis "NOlympia Köln": "Die Leute in den meisten Städten wurden durch die emotionale Kampagne nicht erreicht, insbesondere, wenn man bedenkt, wie viel Geld die Städte, das Land und private Unternehmen dafür ausgegeben haben", hieß es in einem Statement. Zudem halten die Olympia-Gegner die von Ministerpräsident Wüst veranschlagten Organisationskosten von 4,8 Milliarden Euro für deutlich zu niedrig.

Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) betonte: "Dieser Entscheid hat gezeigt, wie viel Kraft in einer Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele steckt. Der Trend zeigt deutlich eine Mehrheit für diese Spiele." Es gelte nun auch die Kritiker zu überzeugen, um die Bewerbung gemeinsam mit einer möglichst breiten Mehrheit zu unterstützen.

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