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Rätselraten um Putins Aufenthaltsort
21.03.2026 - 00:50 UhrLesedauer: 2 Min.

Wladimir Putin bei einer Videokonferenz. Der russische Präsident trat seit einigen Tagen ncht mehr öffentlich im Kreml auf. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Gavriil Grigorov/imago)
Versteckt sich Putin außerhalb von Moskau? Eine große Lücke im Terminkalender nährt Gerüchte über den russischen Präsidenten.
Um den Verbleib des russischen Präsidenten Wladimir Putin gibt es Spekulationen, da es seit mehreren Tagen keine öffentlichen Termine von ihm gab. Zuletzt war er am 9. März in Erscheinung getreten, bei einem Treffen im Kreml zur Lage am Öl- und Gasmarkt. Seitdem ist er nicht mehr am Regierungssitz gesehen worden, schreibt das unabhängige russische Investigativmedium "Agentsvo".
Laut der offiziellen Webseite des russischen Präsidentenbüros habe Putin an Terminen mit Gouverneuren, dem Bildungsminister und dem Chef der Sberbank sowie einer Sitzung des Sicherheitsrats teilgenommen, allerdings per Videokonferenz. Unklar ist, ob Putin dabei im Kreml saß oder in einer seiner Residenzen, die ähnlich ausgestattete Räumlichkeiten wie sein Büro im Kreml haben. Dem Bericht von "Agentsvo" zufolge werden Treffen mit Beamten und Gouverneuren häufig als sogenannte "Konserven" ausgestrahlt, also vorab aufgezeichnete Beiträge.
Eine ähnlich längere Pause zwischen öffentlichen Kreml-Terminen gab es in diesem Jahr schon einmal: vom 6. Februar, nach einem persönlichen Treffen mit Mitgliedern des Sicherheitsrats, bis zum 18. Februar, als Putin sich mit Kubas Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla traf.
Laut dem russischen Medium kursieren nicht überprüfbare, aber hartnäckige Gerüchte, wonach im Kreml Sicherheitsbedenken bestehen. Hintergrund sei die Tötung von Ali Chamenei am 28. Februar in Teheran, bei der CIA und Mossad ihn angeblich mithilfe von Überwachungskameras aufgespürt hätten. In Moskau gebe es noch viel mehr Kameras – schrieb der russische Politiker Dmitri Gudkow auf Telegram. Er vermutet, dass Putin schlicht Angst vor ähnlichen Anschlägen haben könnte.
Kameras fanden offenbar Chamenei
Laut einem Bericht der "Financial Times" wurde Chamenei bei einem Luftangriff auf seine Residenz in Teheran getötet. Die Operation sei möglich gewesen, weil seine Bewegungen über lange Zeit mithilfe von Straßenkameras überwacht worden seien. Demnach sollen nahezu alle Verkehrskameras in der iranischen Hauptstadt vom israelischen Geheimdienst gehackt worden sein.
Auch die Internetausfälle in Moskau könnten mit dem Iran-Krieg in Verbindung stehen, behauptet der frühere "Staatssicherheitsminister" der selbst ernannten Donezker Volksrepublik, Andrei Pintschuk, auf der Website "Zargrad". Sie sollten offenbar Hackerversuche unterbinden.
Und schließlich gibt es ebenfalls unbestätigte Gerüchte, dass der neue iranische Führer Modschtaba Chamenei verwundet worden ist und in Moskau zur Behandlung sei. Das wiederum würde die Stadt zu einem Ziel für israelische und amerikanische Attentatsversuche machen. Pintschuk sagte, die USA hätten bereits mehrere iranische Führer über Online-Netze ausfindig machen können.


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