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Verheerender Drohnenschlag auf Munitionslager – 27 Tote
Aktualisiert am 29.08.2026 - 12:15 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Frau geht eine Straße entlang, während nach einem russischen Drohnenangriff am Stadtrand Rauch aus einem zerstörten Lagerhaus aufsteigt. (Archivbild) (Quelle: Francisco Seco)
Erneut explodiert ein Munitionslager nahe Kiew nach einem russischen Angriff. Es gibt viele Tote. Präsident Wolodymyr Selenskyj reagiert umgehend.
Bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Logistikzentrum in der Nähe der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach Angaben des örtlichen Gouverneurs mindestens 27 Menschen getötet worden. Die Opferzahl könne noch steigen, sagte Gouverneur Tymur Tkatschenko am Samstag nach dem Angriff am Vorabend.
Nach Behördenangaben ereignete sich der Drohnenangriff am Freitagabend in dem Dorf Myla im Bezirk Butscha. In der Folge sei ein Feuer ausgebrochen, es habe mehrere Explosionen gegeben, erklärte Tkatschenko.
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"Es gibt erhebliche Schäden an der umliegenden Infrastruktur: Wohnhäuser sowie ein Senioren- und Behindertenheim wurden beschädigt", schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram. Zudem seien Dutzende Menschen bei dem Angriff am Freitagabend, um kurz nach 20 Uhr Ortszeit (19 Uhr MESZ), verletzt worden.
Einer der Toten ist demnach der Vorsteher der Gemeinde Dmytriwka, Taras Didytsch, der sofort zum Unglücksort geeilt sei. Mehr als 300 Rettungskräfte seien im Einsatz. Im Umkreis um den Ort wurden Selenskyj zufolge fast 400 Menschen evakuiert.
Ermittlungen in der Ukraine nach Drohnenangriff aus Russland
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde bei dem Angriff ein Unternehmensgelände getroffen. Selenskyj nannte keine Details, schrieb aber: "Es gibt Vorschriften: Munition darf es nicht neben Häusern und anderen Wohngebäuden geben." Er verwies auf eingeleitete Strafverfahren.
Drohnenangriff nahe Kiew: Haupttrasse nach Westen gesperrt
Bereits in der Nacht hatte die Staatsanwaltschaft über eingeleitete Ermittlungen wegen "dienstlicher Fahrlässigkeit" und einen russischen Drohnenschlag informiert. Nach russischen Angaben war ein Munitionslager das Ziel des Angriffs.
Die Hauptverbindungsstrecke von Kiew Richtung Westen musste in der Folge auf einem mehrere Kilometer langen Abschnitt für die Lösch- und Rettungsarbeiten komplett gesperrt werden. In sozialen Netzwerken zeigen Videos ein Feuer und Explosionen in der Abenddämmerung.
Regierungschef Serhij Korezkyj verwies auf einen ähnlichen Vorfall Anfang Juli am südwestlichen Stadtrand von Kiew. "Im fünften Kriegsjahr werden ein und dieselben Fehler begangen – das ist kriminelle Fahrlässigkeit", schrieb er auf Telegram. Nach offiziellen Angaben starben im Juli mindestens neun Menschen.


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