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Selenskyj macht Vorschlag zu Friedenslösung – Witkoff bei Putin

1 day ago 1

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Dreiergespräche möglich

Selenskyj macht Vorschlag zu Friedenslösung


Aktualisiert am 22.10.2026 - 07:38 UhrLesedauer: 3 Min.

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Wolodymyr Selenskyj in Oslo: Er würde einem Einfrieren der Front zustimmen. (Quelle: IMAGO/Ole Berg-Rusten/imago)

Trump-Gesandter Witkoff macht Putin Vorschläge, sagt aber nicht welche. Derweil zeigt sich Wolodymyr Selenskyj zu Kompromissen bereit.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist nach eigenen Angaben bereit, im Ukraine-Krieg die derzeitigen Frontlinien zu akzeptieren. "Ja, wir müssen jetzt die Frontlinien einfrieren", sagte er im Gespräch mit dem US-Sender Fox News und ergänzte: "Ich denke, das ist ein echter Weg, diesen Krieg zu beenden." Offenbar nimmt er dabei auch in Kauf, dass die Ukraine bei einem Friedensabkommen einen Teil ihres Gebiets verliert. Er war gefragt worden, ob er "ein Friedensabkommen akzeptieren würde, das den Status quo berücksichtige, sodass man weiterhin 75 Prozent oder mehr seines Landes behält, unabhängig davon, wie der Konflikt begonnen hatte."

Selenskyj schränkte aber ein, dass das Einfrieren der Frontlinien und eine Waffenruhe das "absolute Minimum" sei, "was wir heute von Russland fordern."

Die Position ist allerdings nicht neu. Die Ukraine hat mehrfach ein Einstellen der Kämpfe entlang des jetzigen Frontverlaufs vorgeschlagen. Russland lehnt dies ab mit der Begründung, man gebe damit der Ukraine nur eine Atempause zur Wiederaufrüstung.

Dreiertreffen im Gespräch

Zusätzlich fordert Selenskyj von US-Präsident Donald Trump und den europäischen Verbündeten Sicherheitsgarantien. Es dürfte sich dabei um ein Schutzversprechen handeln, mit dem der Ukraine bei weiteren Angriffen militärischer Beistand zugesagt wird.

Einem Dreiertreffen mit den USA und Russland würde er zustimmen. "Wir haben erfahren, dass Russland einem trilateralen Treffen zwischen unseren Teams positiv gegenübersteht", sagte Selenskyj am Mittwoch zu Journalisten in Kiew. "Die amerikanische Seite schlägt vor, dieses Treffen so bald wie möglich zu organisieren. Wir sind dafür", fügte er hinzu. Dreiergespräche hatte es im Februar in Genf und später in Abu Dhabi gegeben, allerdings ohne, dass daraus Friedensverhandlungen entstanden.

US-Unterhändler Steve Witkoff überbrachte Putin am Mittwoch in Sankt Petersburg nach eigenen Angaben neue Vorschläge für eine Beendigung des Kriegs. Allerdings ist nicht bekannt, welche Vorschläge Trumps Gesandter gemacht hat. Auch der Kreml gab bislang keine Details bekannt. Witkoff habe berichtet, dass es "einige neue Ansätze bei den Europäern und bei Kiew" gebe, sagte der Putin-Berater Uschakow lediglich. Der Putin-Regierung wurden Dokumente übergeben.

"Aber uns stellen diese Nuancen, um es so zu sagen, nicht völlig zufrieden." Auf die Frage nach einem möglichen Ende des Kriegs antwortete er: "Ich weiß nicht, wie weit wir dem näherkommen, aber es läuft darauf zu."

Putin spricht immer noch von Erfolgen an der Front

Erschweren könnte die Verhandlungen auch, dass Kremlchef Wladimir Putin offiziell noch immer behauptet, dass seine Truppen ständig weiter voranrücken. Tatsächlich hat die ukrainische Armee den russischen Vormarsch in diesem Sommer gestoppt und an einigen Abschnitten sogar zurückgedrängt. Unklar ist, ob Putin damit lediglich Stärke demonstrieren will oder ob er über den wahren Verlauf nicht ausreichend informiert ist. Die russische Position ist unverändert: Putin fordert den vollständigen Rückzug oder Verzicht der Ukraine auf die annektierten Regionen (Donezk, Luhansk, Cherson, Saporischschja), die offizielle Absage an einen Nato-Beitritt sowie eine dauerhafte Pufferzone.

Die Ukraine wird derzeit nicht nur durch russische Raketenangriffe auf Städte und die Energieinfrastruktur unter Druck gesetzt. US-Präsident Donald Trump wirft Selenskyj vor, keinen Frieden zu wollen, ohne das aber zu belegen. Die USA haben sich dagegen Russland in den vergangenen Wochen angenähert: Zum einen kauft Trump von Putin jetzt Diesel, zum anderen hat es Einschränkungen beim Satellitennetzwerk Starlink für die Ukraine gegeben.

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