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Trump prüft angeblich gewaltsame Uran-Bergung im Iran

2 months ago 78

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Aktualisiert am 30.03.2026 - 12:11 UhrLesedauer: 4 Min.

Iran-Krieg - TeheranVergrößern des Bildes

Teheran wird am Morgen erneut Ziel heftiger Luftangriffe. (Quelle: Shadati/XinHua/dpa/dpa-bilder)

Der Iran-Krieg geht in die fünfte Woche: Werden die USA auch Bodentruppen einsetzen? US-Präsident Trump schielt einem Medienbericht zufolge auf Irans angereichertes Uran.

Die USA und Israel setzen ihre massiven Angriffe im Iran in der fünften Kriegswoche fort. Es werde "militärische Infrastruktur" in der iranischen Hauptstadt Teheran attackiert, teilte die israelische Armee mit. Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social geschrieben: "Großer Tag im Iran". Das US-Militär habe "viele seit langem verfolgte Ziele" angegriffen und zerstört. Trump erwägt derweil laut dem "Wall Street Journal" einen Einsatz von Bodentruppen zur Bergung von rund 400 Kilogramm hochangereichertem Uran, das sich tief unter Irans Atomanlagen befinden soll.

Bericht: Trump prüft Bodeneinsatz zur Uran-Bergung

Trump prüfe zurzeit, wie gefährlich dies für die dafür nötigen Bodentruppen wäre, zitierte die Zeitung US-Beamte. Eine Entscheidung habe der Präsident noch nicht getroffen. Er stehe der Idee aber grundsätzlich offen gegenüber, da ein solcher Militäreinsatz dazu beitragen könnte, sein zentrales Ziel zu erreichen – nämlich den Iran daran zu hindern, jemals eine Atomwaffe herzustellen.

Bevor Israel und die USA bereits im Juni vergangenen Jahres Luftangriffe auf den Iran geflogen und dabei auch drei Atomanlagen bombardiert hatten, verfügte das Land nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) über mehr als 400 Kilogramm Uran mit einem Reinheitsgrad von 60 Prozent. Für den Bau von Atomwaffen sind mehr als 90 Prozent nötig.

Uran in unterirdischen Tunneln vermutet

Nach Einschätzung von IAEA-Chef Rafael Grossi dürfte sich das Uran hauptsächlich in unterirdischen Tunneln und Lagerstätten in den Atomanlagen Isfahan und Natans befinden, die beide von den USA und Israel vergangenes Juni bombardiert worden waren. Trump habe seine Berater dazu ermutigt, den Iran zu drängen, der Übergabe des Materials als Bedingung für ein Kriegsende zuzustimmen, zitierte das "Wall Street Journal" eine nicht genannte Quelle.

Der Iran setzte unterdessen seine Gegenangriffe auf Israel und benachbarte Golfstaaten fort, flankiert von der Huthi-Miliz im Jemen. Israels Armee teilte in der Nacht mit, es seien zwei Drohnen aus dem Jemen abgefangen worden. Der Iran beschoss den Erzfeind Israel zudem erneut mit Raketen. Berichte über Einschläge oder Verletzte gab es nicht. Auch Kuwait und andere Golfstaaten gerieten ebenfalls wieder unter Beschuss durch den Iran.

Ölpreis steigt

Zugleich hält der Iran weiter faktisch die für den globalen Öl- und Gastransport wichtige Straße von Hormus geschlossen. In der Folge steigen die Ölpreise. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent lag am frühen Morgen bei 115,55 Dollar. Seit Beginn des Kriegs hat sie sich um fast 60 Prozent verteuert.

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