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Trump zu Medien: «Wenn ich weg bin, seid ihr alle pleite»

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Trump und Medien

Trump zu Medien: "Wenn ich weg bin, seid ihr alle pleite"

Aktualisiert am 25.07.2026 - 06:35 UhrLesedauer: 3 Min.

Galadinner der US-HauptstadtpresseVergrößern des Bildes

Trump lobte und tadelte die Medien. (Quelle: Mark Schiefelbein/AP/dpa/dpa-bilder)

In seiner Rede bei einem traditionellen Gala-Dinner in der Hauptstadt versucht Trump sich in einem Spagat zwischen Lob und Tadel für die Presse. Dazwischen schweift er immer wieder ab.

US-Präsident Donald Trump hat in seiner ersten Rede beim traditionellen Gala-Dinner der Hauptstadtpresse vor allem auf Medienschelte gesetzt. Der Republikaner ließ zwar punktuell Anerkennung für die Arbeit der Presse erkennen, warf den Medien aber zugleich das Verbreiten von "Fake News" vor, also Falschberichterstattung. Zudem meinte er, Medienunternehmen profitierten von ihm. In einem Hotel in Washington sagte er vor den versammelten Journalistinnen und Journalisten: "Wenn ich weg bin, seid ihr alle pleite." Das Geschäftsmodell der US-Medien sei dann am Ende.

Es gebe dann niemanden mehr, über den sich zu berichten lohne, meinte Trump weiter. "Niemand interessiert sich für irgendjemand anderen." Die Presse habe keine Ahnung, wie viel Glück sie mit ihm habe, weil er Schlagzeilen produziere, argumentierte Trump. Ihm lägen die Medien sehr am Herzen, schob er nach.

Trump ist für seine oft beißende Kritik an den US-Medien bekannt. Wiederholt hat er sich auch mit Klagen gegen ihm unliebsame Berichterstattung gewehrt. Er bezeichnet die Medien auch gerne als "Feinde des Volkes".

Käfigkämpfe, Atomwaffen und Modebewertungen

Trump schweifte in seiner Rede immer wieder ab. Er lobte dabei sich selbst und die Arbeit seines Kabinetts und sprang zwischen Themen hin und her. Er sprach etwa lange über den von ihm geplanten Ballsaal am Weißen Haus und zeigte sich begeistert von den im Juni zu seinem 80. Geburtstag veranstalteten martialischen Käfigkämpfen. Dazwischen platzierte er, dass der Iran niemals eine Atomwaffe besitzen dürfe.

Trump zog sich auch eine rote Kappe auf, auf der "Trump 2028" stand. Der Republikaner kokettiert immer wieder damit, dass er ermutigt werde, für eine dritte Amtszeit zu kandidieren, was aber gemäß US-Verfassung nicht möglich ist. Er bewertete auch das Aussehen von Journalistinnen im Saal.

Beim letzten Mal wurde Trump evakuiert

Der Gala-Abend unter verstärkten Sicherheitsvorkehrungen war ein Nachholtermin: Vor einem Vierteljahr konnte Trump seine Rede bei der Gala wegen eines Schussvorfalls nicht halten. Ein bewaffneter Mann hatte eine Sicherheitsschleuse gestürmt. Dieser erreichte zwar den Ballsaal mit Trump nicht, es fielen jedoch Schüsse. Ein Beamter der Sicherheitsbehörden wurde getroffen. Trump und andere Ehrengäste wurden von Personenschützern in Sicherheit gebracht. Das Dinner, das in einem anderen Hotel der Hauptstadt stattfand, wurde abgebrochen.

Damals nahm Trump zum ersten Mal in der Funktion als US-Präsident an dem Gala-Dinner teil. Zuvor hatte er das Event der White House Correspondents" Association als Präsident stets boykottiert.

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