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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayWas wir über den Angriff am CSD wissen
- Ein weißer Transportwagen ist am späten Abend am Berliner Tiergarten zum Abschluss des Christopher Street Day in eine Menschenmenge gefahren. Der Christopher Street Day wurde um 22 Uhr abgebrochen.
- Über den oder die möglichen Täter oder das Motiv ist noch nichts bekannt.
- Es gibt nach Polizeiangaben mindestens 16 Verletzte und eine tote Person.
- Die Polizei ermittelt, ob es eine zweite Tatphase nach dem Angriff mit dem Fahrzeug gab. Augenzeugen berichten von Verletzten mit Stichwunden.
- Die Polizei hat den Tatort weiträumig abgesperrt, Einsatzkräfte suchen auch zwischen dem Potsdamer Platz und der Südseite des Tiergartentunnels nach Spuren.
Trauerveranstaltung am Brandenburger Tor angekündigt
Für Sonntag ist um 14 Uhr am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor eine Trauerveranstaltung angekündigt. Gemeinsam wolle man den Opfern und Betroffenen des Angriffs auf den CSD 2026 gedenken, schrieb der FLINTA* Pop Chor D-Dur Dykes* auf Instagram.
Einsatzkräfte melden mehrere Schwerverletzte
Unter den 16 Verletzten ringen mehrere um ihr Leben. Nach Angaben von Feuerwehr und Polizei wurden drei Menschen lebensgefährlich sowie acht schwer verletzt. Sie werden in Krankenhäusern behandelt.
CSD Berlin sagt weiteres Event ab
Der CSD-Veranstalter hat ein für Sonntag geplantes Event abgesagt. Dabei handelt es sich um ein CSD-Frühstück, das am Vormittag in einer bekannten Markthalle hätte beginnen sollen. Das teilten die Veranstalter auf Instagram mit.
Dobrindt bietet Berlin Unterstützung an
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat den Berliner Behörden die Unterstützung des Bundes angeboten. Das teilte ein Sprecher der Bundesregierung mit.
Bundeskanzler Friedrich Merz wurde demnach unmittelbar nach der Tat informiert. Er stehe mit Dobrindt in engstem Kontakt und werde von den Sicherheitsbehörden fortlaufend unterrichtet, sagte der Sprecher.
Polizei richtet Auskunftsstelle und Hinweisplattform ein
Um Angehörigen zu helfen und weitere Hinweise auswerten zu können, hat die Berliner Polizei eigene Plattformen eingerichtet. Unter der Telefonnummer 030 8485 4460 können demnach Anfragen zu vermissten Personen gestellt werden.
Außerdem könnten Zeugen etwa selbst aufgenommene Fotos oder Videos zum Tatgeschehen unter diesem Link hochladen.
CDU-Bürgermeisterkandidat Evers fordert »Konsequenzen«
Auch der Bürgermeisterkandidat der Berliner CDU, Stefan Evers, hat sich zum Angriff auf den CSD in Berlin geäußert. Er danke »allen helfenden Händen und der Polizei Berlin für Ihren Einsatz zum Schutz der Menschen«, schrieb er auf X.
Er hoffe für die Verletzten und trauere mit Angehörigen und Freunden. Es gebe einiges aufzuklären. Dann sei die »Zeit für Konsequenzen«.Auch der grüne Bürgermeisterkandidat Werner Graf bedankte sich auf X beim CSD und den Helferinnen und Helfern und bekundete seine Anteilnahme für die Verletzten und ihre Angehörigen.
Vorfall erinnert an islamistischen Anschlag am Breitscheidplatz
Der Angriff auf den CSD erinnert viele Berlinerinnen und Berliner an die Tat auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz im Dezember 2016.
Am 19. Dezember 2016 fuhr ein islamistischer Attentäter mit einem gestohlenen Lastwagen in eine Menschenmenge. Zwölf Menschen starben unmittelbar, mindestens 67 wurden teilweise schwer verletzt. Vor dem Anschlag hatte der Täter den polnischen Lkw-Fahrer getötet.
Täter weiter flüchtig – keine Festnahme
Die Polizei kann weiter keine Festnahme bestätigen. »Wir sind noch immer mit den Fahndungsmaßnahmen beschäftigt«, sagte Polizeisprecher Florian Nath im Sender n-tv.
Es gebe auch unterschiedliche Aussagen dazu, ob es ein oder mehrere Täter gibt. »Deshalb haben wir uns sehr breit aufgestellt«, sagte Nath. Details wollte er nicht nennen – auch mit Blick auf den oder die flüchtigen Täter.
Zeugen berichten laut Polizei von Verletzten mit Stichwunden
Die Berliner Polizei hat Ermittlungen zu einer möglichen weiteren Tatphase übernommen. Es sei »Bestandteil der Ermittlungen, ob es eine zweite Tatphase nach der Fahrphase gab«, sagte Polizeisprecher Florian Nath.
Einige Menschen haben nach bisherigen Polizeierkenntnissen bei dem Vorfall auch Stichverletzungen erlitten. »Das ist das, was uns Zeugen geschildert haben. Dass dort Leute mit Stichverletzungen liegen sollen«, sagte Nath. Die Menschen seien so schnell wie möglich in Krankenhäuser transportiert worden.
Zahl der Verletzten steigt auf 16
Der Sprecher der Berliner Feuerwehr hat von 17 Verletzten und einer toten Person auf dem Berliner CSD gesprochen. Die meisten Verletzten seien mittlerweile zur Versorgung in umliegende Krankenhäuser gebracht worden, sagte er im n-tv-Livestream. Nach Angaben der Berliner Polizei gebe es mehrere lebensgefährliche Verletzte.
Merz äußert sich zum Angriff auf CSD
Bundeskanzler Friedrich Merz hat den Angriff auf den CSD in Berlin als »abscheuliche Tat« verurteilt. Er stehe »in engstem Kontakt« mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und werde von den Sicherheitsbehörden »fortlaufend unterrichtet«, sagte ein Regierungssprecher.
Merz und Dobrindt dankten den Einsatzkräften und würden sich »mit besonderem Nachdruck für Aufklärung und Ahndung der abscheulichen Tat einsetzen«.

Berliner Senator warnt vor Spekulationen
Berlins Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler zeigte sich bestürzt über die Tat. Gleichzeitig warnte er davor, vorschnell über die Hintergründe zu spekulieren. Man könne noch nichts über mögliche Hinweise für einen politischen oder kriminellen Hintergrund sagen, sagte der SPD-Politiker. »Es hat sich ja auch nicht in der Veranstaltung selber abgespielt, sondern tatsächlich im Tiergarten.« Das mache die Lage derzeit unübersichtlich.
Die Berliner Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sagte, sie sei »entsetzt über die furchtbare Tat während des CSD in Berlin, den Tausende von Teilnehmenden friedlich gefeiert haben«. Sie stehe im engen Kontakt mit den Sicherheitsbehörden.

Fragen zum Sicherheitskonzept
Auf einer Pressekonferenz der Polizei kommen auch Fragen zum Sicherheitskonzept der Veranstaltung auf. Demnach kann es sein, dass der unbekannte Täter sich auf einen der Fluchtwege konzentriert hat.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner sagte ebenfalls, dass es nun darum gehe, die möglichen Schwachstellen zu analysieren. Derzeit sehe man diese aber noch nicht.
Bürgermeister Kai Wegner bestätigt einen Toten – Täter flüchtig
Der Berliner Regierender Bürgermeister Kai Wegner ist am Tatort angekommen. Er bestätigt gegenüber der Presse, dass es einen Toten gegeben hat. Noch habe man keine Erkenntnisse zu den Hintergründen der Tat. Der mutmaßliche Täter sei auf der Flucht. Ob es sich um einen oder mehrere Täter handelte, sagte Wegner nicht.
Auf die Frage, ob Gefahr in der Hauptstadt drohe, sagte Wegner, man würde sehen, dass die Polizei auf Hochtouren arbeite. Die Veranstaltung habe gut funktioniert. »Dieser Tag wurde schrecklich beendet«, sagte Wegner.


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