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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayDisziplin und Kampfgeist im Militär hat der US-Verteidigungsminister schon oft beschworen. Nun will er die Leistungsfähigkeit der Soldaten mit einem Test sicherstellen.
Quelle: DIE ZEIT, AP, dpa, Reuters, bda Aktualisiert am 16. Juli 2026, 11:56 Uhr
Das US-Militär will künftig die Testosteronwerte von Soldaten ab dem Alter von 30 Jahren testen. Dies werde im Rahmen einer bereits bestehenden jährlichen Gesundheitsuntersuchung erfolgen, kündigte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth in einem Video auf X an. Für Soldaten unter 30 Jahren sei der Test freiwillig. Falls ein Testosteronmangel nachgewiesen werde, empfehle das Ministerium eine Behandlung, doch sei dies keine Pflicht.
Betroffene könnten dann eine Testosteronersatztherapie in Anspruch nehmen, durch die der Hormonspiegel ausgeglichen werden solle, teilte Hegseth mit. Das Verteidigungsministerium stelle so sicher, dass Militärangehörige die »richtigen Testosteronwerte haben, um Bestleistungen zu erbringen«. Schließlich werde der »einzelne Kämpfer« immer der wichtigste taktische Vorteil der USA sein. Es gebe eine »heilige Pflicht«, diesen Vorteil zu wahren. Hegseth verwies auch darauf, dass der Testosteronspiegel mit zunehmendem Alter oft auf natürliche Weise sinke.
Kritik und Spott von den Demokraten
Hegseths Ankündigung rief Kritik und Spott aus den Reihen der oppositionellen Demokraten hervor. Sie erinnerten an den Ausschluss von trans Menschen aus dem US-Militär, die in manchen Fällen auf Hormontherapien zurückgriffen. »Also seid ihr jetzt alle für geschlechtsangleichende Behandlungen?«, fragte die demokratische Kongressabgeordnete Summer Lee mit Blick auf die neuen Pläne im Pentagon.
Zuletzt hat das US-Gesundheitsministerium einige Beschränkungen bei Testosteronersatztherapien gelockert, insbesondere für Männer mit altersbedingt niedrigen Werten. In den vergangenen Jahren sind indes vor allem Angehörige von US-Spezialeinheiten wegen der Einnahme von Testosteron und ähnlichen leistungssteigernden Substanzen in die Kritik geraten.
Hintergrund ist der Tod eines Rekruten der Eliteeinheit Navy Seals 2022, bei dem solche Substanzen entdeckt wurden. Zugleich wurde damals bekannt, dass die Nutzung leistungssteigernder Mittel innerhalb der Einheit weiter verbreitet war als angenommen.
Hegseth beschwört gerne Kriegerethos im Militär
Der US-Verteidigungsminister treibt seit seinem Amtsantritt
Veränderungen im Pentagon voran, das die Regierung von Präsident Donald Trump inzwischen als Kriegsministerium bezeichnet. Immer wieder beschwört Hegseth einen Kriegerethos im Militär. Im vergangenen Jahr verkündete er unter anderem neue
Fitnessstandards. Wer die »körperlichen Standards auf männlichem Niveau
für Kampfpositionen« nicht erfülle, sich nicht rasiere oder
professionell aussehe, für den sei es Zeit für eine neue Position
oder gar einen neuen Beruf, sagte er damals.


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