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US-Justiz ermittelt offenbar gegen Trump-kritischen Präsidenten
20.03.2026 - 18:26 UhrLesedauer: 2 Min.

Kolumbiens Präsident Gustavo Petro (l.) zu Gast bei seinem US-Amtskollegen Donald Trump in Washington im Februar. (Quelle: IMAGO/Colombian Presidential Press Off)
Zuletzt schien sich das Verhältnis zwischen Gustavo Petro und Donald Trump entspannt zu haben. Nun werden jedoch Ermittlungen der US-Justiz gegen den kolumbianischen Präsidenten öffentlich.
Die US-Justiz hat laut einem Bericht der "New York Times" Ermittlungen gegen Kolumbiens Präsidenten Gustavo Petro aufgenommen. Demnach prüfen Staatsanwälte in New York mögliche Verbindungen des Staatschefs zu Drogenhändlern sowie Hinweise auf illegale Spenden für seinen Wahlkampf. An den Untersuchungen seien auch US-Drogenfahnder beteiligt.
Die Ermittlungen befinden sich dem Bericht zufolge in einem frühen Stadium. Ob es zu einer Anklage kommt, ist unklar. Offizielle Stellen äußerten sich nicht. Auch ein Sprecher Petros reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage.
Hintergrund der Untersuchungen sind demnach angebliche Treffen Petros mit Drogenhändlern sowie Geldflüsse aus kriminellen Kreisen für seinen Wahlkampf im Jahr 2022. Kolumbianische Medien hatten bereits zuvor berichtet, dass Personen aus dem Umfeld von Drogenkartellen versucht haben sollen, Einfluss zu nehmen. Petros Sohn räumte ein, dass illegale Gelder in den Wahlkampf 2022 geflossen seien. Gegen den Präsidenten selbst wurde bislang keine Anklage erhoben, er weist die Vorwürfe zurück.
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Die Ermittlungen erfolgen vor dem Hintergrund eines konfliktreichen Verhältnisses zwischen Petro und US-Präsident Donald Trump. Beide hatten sich in der Vergangenheit wiederholt öffentlich angegriffen. Trump bezeichnete Petro unter anderem als "kranken Mann".
Nach Angaben der "New York Times" gibt es keine Hinweise darauf, dass das Weiße Haus die Ermittlungen angestoßen hat. Dennoch könnte Trump die Untersuchungen politisch nutzen, etwa um Druck auf Kolumbien auszuüben. Das Land gilt als wichtiger Partner der USA im Kampf gegen den Drogenhandel.
Zuletzt hatten sich die Beziehungen zwischen beiden Ländern etwas entspannt. Petro und Trump führten Anfang Januar ein Telefonat und bezeichneten dieses im Anschluss als positiv. Dennoch bleiben die politischen Spannungen bestehen.
Petro, der erste linke Präsident Kolumbiens, wird noch in diesem Jahr nach den Wahlen im Mai aus dem Amt scheiden. In der Vergangenheit haben die USA Anklagen gegen ausländische Staatschefs häufig erst nach deren Amtszeit öffentlich gemacht.


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