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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayZuletzt sanken internationale Mittel für HIV-Programme laut UNAIDS um mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar. Die Organisation warnt vor Rückschritten bei der HIV-Bekämpfung.
Quelle: DIE ZEIT, epd, Reuters, mmh Aktualisiert am 27. Juli 2026, 20:43 Uhr
Die Vereinten Nationen (UN) warnen wegen der Kürzung von Finanzmitteln vor einem Wiederaufflammen der weltweiten HIV-Epidemie. Das geht aus einem Bericht der UN-Organisation UNAIDS zum Auftakt der Internationalen Aidskonferenz in Brasilien hervor. Demnach sanken die Gelder im vergangenen Jahr um mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar (1,32 Milliarden Euro) auf 7,3 Milliarden US-Dollar (6,42 Milliarden Euro). Damit hätten sie den niedrigsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten erreicht. Ohne erneutes Engagement drohten die hart erkämpften Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte zunichtegemacht zu werden, hieß es.
Laut UNAIDS ist die Zahl der HIV-Infektionen und Aidstoten zwar auf dem niedrigsten Stand seit mehr als 30 Jahren. HIV-Programme stünden jedoch in vielen Ländern unter Druck. Das globale Ziel, Aids bis 2030 als Bedrohung für die öffentliche Gesundheit zu beseitigen, sei in Gefahr.
UN-Vertreterin fordert Reformen bei Staatsschulden
Ein Hauptgrund für den Rückgang der Mittel sind Kürzungen durch die USA. Diese hatten zuvor 75 Prozent der internationalen HIV-Hilfen bereitgestellt. US-Präsident Donald Trump hatte zu Beginn seiner zweiten Amtszeit zunächst die Zahlungen gänzlich eingefroren. Lebensrettende Maßnahmen wurden kurz darauf wieder aufgenommen – die meisten Präventionsprogramme allerdings blieben gestrichen.
Einige Länder konnten dies teilweise durch höhere nationale Ausgaben ausgleichen. Allerdings warnte UNAIDS vor Grenzen, etwa aufgrund der hohen Staatsverschuldung. Beispielsweise investierten 28 afrikanische Länder mehr in die Tilgung von Schulden als ins Gesundheitswesen. UNAIDS-Exekutivdirektorin Winnie Byanyima forderte, Schulden müssten so umstrukturiert werden, dass Regierungen in das investieren könnten, was am meisten zähle: »Gesundheit, Bildung und die Zukunft ihrer Bevölkerung«.
In vielen Staaten südlich der Sahara, auf die etwa die Hälfte der weltweiten Neuinfektionen entfällt, kamen die Präventionsmaßnahmen weitgehend zum Erliegen. In Kamerun, Nigeria und Sambia sank die Zahl der Menschen, die eine medikamentöse HIV-Prophylaxe (PrEP) erhalten, nationalen Daten zufolge um mehr als 50 Prozent.
Laut dem UN-Bericht lebten vergangenes Jahr weltweit 41 Millionen Menschen mit einer HIV-Infektion. Etwa 1,2 Millionen Menschen haben sich demnach neu infiziert. 570.000 Menschen starben an den Folgen von Aids. Zum Vergleich: 2010 steckten sich 2,1 Millionen Menschen mit HIV an, 1,3 Millionen Menschen starben.


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