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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayQuelle: dpa Nordrhein-Westfalen 9. Juli 2026, 12:08 Uhr
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das letzte in Deutschland geförderte Stück Steinkohle an das Haus der Geschichte in Bonn übergeben. Der Bergmann Jürgen Jakubeit hatte Steinmeier den sieben Kilogramm schweren Kohlebrocken von der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop 2018 überreicht. Seitdem befand sich das Erinnerungsstück in Steinmeiers Berliner Amtssitz Schloss Bellevue.
Steinmeier erzählte, dass er die Kohle in seinem Arbeitszimmer stehen hatte. «Die meisten haben das nicht für Kohle gehalten, sondern für ein Kunstwerk, was so bei Bundespräsidenten einfach mal rumsteht.» Daraus hätten sich unglaublich viele Gespräche über die Sozial- und Industriegeschichte Deutschlands entwickelt.
«Jetzt geht meine Zeit nicht nur in Bellevue, sondern meine zweite Amtszeit zu Ende, und ich komme dem Versprechen nach, dass dieses letzte in Deutschland geförderte Stück Steinkohle jetzt seinen ständigen Platz im Haus der Geschichte finden wird und jetzt an einem neuen Ort ein Stück Geschichte unseres Landes weitererzählen wird und vielleicht auch Fragen aufwirft.» Das Haus der Geschichte erzählt die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.
Ex-Bergmann Jakubeit (57) sagte, er habe 2018 geweint, der Abschied von der Kohle sei sehr emotional gewesen. «Jetzt stand das Stück Kohle sieben Jahre beim Bundespräsidenten und ich sag' mal, einen besseren Ort als hier im Haus der Geschichte gibt es nicht. Man darf nie seine Wurzeln vergessen, wo man herkommt.» Das sei «ganz, ganz klasse». Er fühle sich mittlerweile selbst als ein Stück Geschichte und spreche über die Geschichte des Bergbaus bei Führungen und in Altenheimen.
© dpa-infocom, dpa:260709-930-358384/1


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