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Nahost-Krieg aktuell: Trump kündigt neue Gespräche an – Iran reagiert

1 week ago 3

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Newsblog zum Krieg in Nahost

"Nichts als eine Lüge" – Iran reagiert auf Trump


Aktualisiert am 03.08.2026 - 02:12 UhrLesedauer: 50 Min.

Trump an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One.Vergrößern des Bildes

Trump am Sonntag an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. (Quelle: Jacquelyn Martin/AP/dpa)

Trump kündigt für Montag neue Gespräche mit dem Iran an. Saudische Öltanker meiden eine kritische Meerenge. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Montag, 3. August

Explosion in Nähe von Tanker in Straße von Hormus gemeldet

In der Straße von Hormus hat sich nahe eines Tankers offenbar eine Explosion ereignet. Der Kapitän des Tankers habe gemeldet, dass er eine "Explosion in unmittelbarer Nähe des Schiffes" gehört habe, erklärte die britische Seefahrtbehörde UKMTO in der Nacht auf Montag im Kurzbotschaftendienst X. Der Tanker und die Besatzung seien in Sicherheit.

Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge 20 Seemeilen (37 Kilometer) nordöstlich der omanischen Stadt Chasab. Die Straße von Hormus verläuft zwischen dem Iran und dem Oman. UKMTO erklärte, Schiffe sollten die Meerenge mit Vorsicht durchfahren und "verdächtige Aktivitäten" melden.

Der Iran hatte am Sonntag erklärt, vor einer Einigung mit dem Oman über eine neue Route durch die Meerenge zu stehen. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei, betonte im Staatsfernsehen aber, dies bedeute nicht, dass die Meerenge wiedereröffnet werde.

Irans Präsident: USA müssen sich an Rahmenabkommen halten

Der iranische Präsident Massud Peseschkian sieht das Rahmenabkommen mit den USA eigenen Angaben zufolge als künftigen Schwerpunkt der Außenbeziehungen seines Landes. "Wir müssen alles daran setzen, den Feind dazu zu zwingen, sich an das zu halten, was er unterzeichnet hat", schrieb Peseschkian auf der Plattform X. Die Sicherheit des Irans, der Region und der Verbündeten Teherans werde durch diese Absichtserklärung gestärkt.

Der Iran und die USA hatten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges geeinigt. In einer Übergangsfrist von 60 Tagen sollten weitere Details ausgearbeitet werden. In der Zwischenzeit kam es aber immer wieder zu gegenseitigen Angriffen.

Trump kündigt neue Gespräche an – Iran reagiert

Die USA und der Iran werden nach Angaben von US-Präsident Donald Trump am Montag neue Gespräche aufnehmen. "Was wir tun ist, wir sprechen mit ihnen in Form von Verhandlungen", sagte Trump am Sonntag an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One, nachdem er am Vorabend einen vorläufigen Verzicht auf weitere Angriffe auf den Iran verkündet hatte. "Es beginnt morgen Nachmittag."

"Sie wollen natürlich nicht angegriffen werden", sagte Trump am Sonntag vor Journalisten an Bord der Air Force One. "Sie kannten das Ausmaß des (geplanten) Angriffs, weil sie sahen, wie er sich zusammenbraute."

Trump hatte am Samstag erklärt, die USA und Israel würden vorläufig auf weitere Angriffe auf den Iran verzichten, weil der Iran und andere Staaten in der Golfregion ihn darum gebeten hätten. Demnach gebe es eine Einigung auf "Umrisse einer Vereinbarung", schrieb der US-Präsident auf seiner Onlineplattform Truth Social. Der Iran bestritt diese Darstellung aber. Diese Aussage sei "nichts als eine neue Lüge", zitierte die iranische Nachrichtenagentur Mehr am Sonntag iranische Militärvertreter.

Trotz Trump-Ankündigung: Erneut 15 Tote in Gaza

Bei israelischen Luftangriffen auf den Gazastreifen sind am Sonntag palästinensischen Angaben zufolge erneut mindestens 15 Menschen getötet worden. Es war der zweite Tag in Folge mit Angriffen, obwohl US-Präsident Donald Trump einen Durchbruch bei den Bemühungen um die Umsetzung des Waffenstillstandsabkommens verkündet hatte. Israelische Kampfjets bombardierten am Sonntag Gaza-Stadt im Norden, Deir al-Balah im Zentrum sowie die südliche Region um Chan Junis. Dabei starben unter anderem zwei Ehepaare und zwei Kinder, wie Mediziner mitteilten. Die Zahl von 15 Toten binnen eines Tages war nach palästinensischen Angaben die höchste seit Wochen.

Das israelische Militär erklärte, ein Angriff auf eine Wohnung in Deir al-Balah habe zwei Kommandeuren der Hamas-Elitetruppe "Nuchba" gegolten. Auch in Gaza-Stadt und Dschabalia seien militärische Ziele attackiert worden.

Trump hatte am Donnerstag erklärt, die radikal-islamische Hamas und andere bewaffnete Gruppen hätten einer Entwaffnung zugestimmt. Dies hatte Hoffnungen auf eine Wende in dem Konflikt geweckt. Israels Energieminister Eli Cohen, der dem Sicherheitskabinett von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu angehört, äußerte sich am Sonntag jedoch skeptisch. Israel werde der Hamas die Möglichkeit zur Entwaffnung geben, er bezweifle aber stark, dass dies geschehen werde, sagte Cohen dem israelischen Armeesender.

Sonntag, 2. August

Iran: Verhandlungen mit Oman zu Straße von Hormus in Endphase

Die Verhandlungen zwischen dem Iran und dem Oman über die Schifffahrt in der Straße von Hormus befinden sich iranischen Angaben zufolge in der Endphase. Außenminister Abbas Araghtschi habe die Mitglieder des Kabinetts zu Beginn seiner Sitzung am Sonntag entsprechend informiert, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna.

Eine Einigung mit dem Oman über eine neue Schifffahrtsroute bedeute aber nicht, dass die Straße von Hormus geöffnet oder geschlossen werde, sagte Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai laut dem Sender Press TV. Der Streit um die Durchfahrtsrechte auf einer Schlüsselroute für Öl, Gas und Düngemittel gilt als ein wesentlicher Auslöser für die jüngste Eskalation im militärischen Konflikt zwischen den USA und dem Iran.

Die USA und der Iran hatten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen verständigt. Die Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran sieht vor, dass Teheran sich mit dem Oman in Abstimmung mit den Anrainerstaaten über die künftige Verwaltung der Meerenge einigen soll. Angaben darüber, wie eine mögliche Einigung aussehen könnte, gab es am Sonntag zunächst nicht.

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